Fußball

Großer Frust: Nicht einmal das Mindestziel geschafft

Zweimal geführt, aber in der 83. und 89. Minute noch zwei Tore kassiert, damit nicht einmal das Mindestziel erreicht: Dementsprechend groß war der Frust bei Österreichs U 21 Hoffnungen nach dem 2:3 (1:0) gegen Finnland vor 1500 Zuschauern in Ried. Sie verpassten das Play-off, beenden die Gruppe hinter Kroatien, Norwegen und Finnland auf Rang vier. Das gibt nicht große Hoffnungen für die Zukunft, auch wenn Teamchef Werner Gregoritsch glaubte: „Das sind super Burschen, die werden ihren Weg machen!“ Andererseits gab er zu, dass die erste Hälfte eigentlich die schwächste der ganzen Qualifikation war. In der er einmal lautstark und unüberhörbar seine Mannschaft forderte, nach vorne zu spielen. Die Fans spendeten ihm Beifall. Auch Patrick Wimmer, der ab Samstag zum Kader des Nationalteams für die Nations League gehört, tat sich gegen die aggressiven Finnen schwer.

Das Match litt auch unter dem schwachen schwedischen Referee Adam Ladebäck. Über den Handelfmeter, den Romano Schmid nach fünf Minuten zu Österreichs Führung verwandelte, konnte man streiten. Der zum finnischen Siegestor war komplett falsch, geradezu lächerlich. Die ersten zwei Treffer der  Finnen zeigten aber die Defensivschwächen von Österreich auf. Beim Ausgleich zum 1:1 sahen David Affengruber und Kapitän Flavius Daniliuc gar nicht gut aus, nach dem Kopftor von Junior Adamu (Bild oben) zum 2:1 beim 2:2 Martin Moormann und Tormann Niklas Hedl, der vor der Pause finnische Tore verhinderte. In zwei Partien gegen Finnland bekam Österreich sechs Tore, in Norwegen drei, daheim gegen Kroatien ebenfalls drei. Stabil ist anders.

Mit dem Austrianer Matthias Braunöder fehlte ein Mittelfeldmotor, weil es sich nach Corona nicht mehr ausging. „Es gelang uns über die ganze Qualifikation nicht, ein Team zu bilden, weil es ständig Wechsel gab“, sah Gregoritsch ein Manko. Der“Abgang“ von Nicolas Seiwald ins Nationalteam hinterließ eine Lücke, die nicht zu schließen war. Der Salzburger war die Zentralfigur im Mittelfeld. „Es tut weh. Ich glaube, die Mannschaft hätte viel Potenzial gehabt. Aber wir haben es uns das Play off nicht verdient“, gab Bremen-Legionär Schmid zu. Dem ist nichts hinzuzufügen. Im Herbst muss Gregoritsch wieder eine neue Mannschaft finden.

 

 

Foto: ÖFB/Patrick Vranovsky.

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