Nach drei Jahren kehrt Bosniens in der Schweiz geborene Teamstürmer Haris Tabakovic in die österreichische Bundesliga zurück: Der 32 jährige sagte Red Bull Salzburg zu, soll der Knipser sein, der für mehr Effizienz im Salzburger Spiel als in den letzten zwei Saisons sorgen soll. Laut den aus Deutschland kolportierten Summen war Tabakovic Salzburgs einiges wert: Von fünf Millionen Euro Ablöse für Hoffenheim ist die Rede, Tabakovic soll für einen Zweijahresvertrag nicht entscheidend weniger kassieren. Mit dem Transfer bricht Sportchef Marcus Mann mit der Red Bull-Philosophie, die vor 14 Jahren vom damaligen Sportchef Ralf Rangnick ausgerufen wurde: Kauf keinen über 22, der nicht das Potenzial hat, sich weiterzuentwickeln und mit Gewinn weiterverkauft werden kann. Ausnahmen nur in Notfällen. Jetzt dürfte der schon ziemlich heftig sein. Mit 32 Jahren ist Tabakovic die älteste Neuerwerbung von Salzburg seit langem.
Als Schützenkönig der zweiten Liga kam er im Sommer 2022 von Austria Lustenau zur Wiener Austria. Dort war er zu Beginn nur Mitläufer, nach dem Trainerwechsel von Manfred Schmid zu Michael Wimmer blühte er auf. Bei Schmid erzielte er nur drei Tore, bei Wimmer 18 mehr. Zweimal entschied er das Wiener Derby für die Austria (Bild). Im Sommer nutzte er die Ausstiegsklausel im Vertrag, wechselte für 500.000 Euro zu Hertha BSC Berlin in die zweite deutsche Liga. Dort machte er mit 25 Toren in 39 Spielen auf sich aufmerksam. Im Sommer 2024 zahlte Hoffenheim für ihn 3,5 Millionen, damals war Andreas Schicker noch nicht Sportchef, Christian Ilzer noch nicht Trainer. Für Hoffenheim erzielte er nur vier Treffer, Ilzer forcierte daher einen anderen Stürmertyp als Tabakovic. Nämlich den Ex-Austrianer Fisnik Asllani. Tabakovic wurde um 750.000 Euro an Borussia Mönchengladbach verliehen. Dort waren seine 15 Tore ein wesentlicher Faktor, dass Mönchengladbach nicht in arge Abstiegsnöte kam. Mönchengladbach fehlt das Geld, um Tabakovic fix zu kaufen, Salzburg nicht.
Eines seiner vier Tore für Bosnien in elf Länderspielen gefährdete Österreichs WM-Qualifikation, letzten November das Führungstor beim 1:1 in Wien. Im Finish der Bundesligasaison erlitt Tabakovic eine Sprunggelenksverletzung. Daher spielte er bei der WM nur 15 Minuten, die Bosniens Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen die USA nicht verhindern konnten.
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