Fußball

Herausragend gut: Ein Tor kann für Sternstunde von Österreichs U 17 reichen

Österreichs überzeugender Aufstieg ins Viertelfinale der Unter 17-Weltmeisterschaft in Doha hinterlässt Spuren. Das zeigt sich auch daran, dass nicht nur wie bisher Sky Austria Freitagnachmittag das Duell um den Aufstieg ins Semifinale gegen Japan, ab 13.30 live überträgt, sondern auch das Free-TV, sprich ORF 1, erstmals einsteigt. Unter die letzten vier zu kommen, das wäre ein ähnlich sensationeller Erfolg wie vor 18 Jahren bei der U 20-WM in Kanada, vielleicht sogar eine größere Sternstunde als sie Dienstag Ralf Rangnicks Team mit der ersten WM-Qualifikation seit 1998 gelang. 2007 war Sebastian Prödl der Abwehrchef, jetzt freut er sich als Chef von Österreichs Nachwuchsteams: „Herausragend gut“, fand er die Leistungen bei den bisherigen fünf Siegen.  Mit der unfassbaren zweiten Hälfte zum 4:0 gegen England sei Österreich auch international sichtbar geworden: „Das hat uns sicher Respekt eingebracht!“

Gegner Japan bekam bisher nur ein Tor mehr als Österreich, das heißt zwei, erzielte mit sieben aber sieben weniger. In den Gruppenspielen schlug Japan Marokko (2:0) und Portugal (2:1), kam gegen Neukaledonien über ein 0:0 nicht hinaus.  Im Sechzehntelfinale schlugen die Japaner Südkorea 2:0, im Achtelfinale stand es gegen Nordkorea nach der regulären Spielzeit 1:1, Japan gewann das Elfmeterschießen 5:4.  Allerdings muss Österreich mit einem „riesigen Verlust“ leben, wie Teamchef Hermann Stadler den Ausfall seines „Einserstürmers“ Dominik Dobis, der gegen England einen Kreuzbandriss erlitt, bezeichnete. Ihn dürfte Nikolas Jozepovic ersetzen, der wie Dobias aus Salzburgs Akademie kommt und eine Rapid-Vergangenheit hat. Jozepovic erziele bisher  beim 3:0 gegen Mal das drietee Tor, beim 4:1 gegen Neuseeland den Führungstreffer. Stadler traut seiner Mannschaft nicht nur das Semifinale zu, wenn sie weiterhin ihre Stärken ausspielt, sprich Kompaktheit, Intensität und Aggressivität. Innenverteidiger Ifeany Ndukwe glaubt, dass schon ein einziges Tor reichen könnte: „Unser Ziel ist es immer, zu null zu spielen. Dafür arbeitet jeder für den anderen mit!“

Prödl geht es nicht nur um weitere Siege in der Aspire-Academy, sondern um die richtigen Schlüsse für die Entwicklung des heimischen Fußballs: „Talente müssen künftig in der Bundesliga früher Chancen bekommen. Das Potenzial ist da!“ Er will erreichen, dass künftig der Verband, die Vereine und die Nachwuchsakademien gemeinsam sicherstellen, dass jedes Talent bestmöglich begleitet wird. Es geht nicht nur um eine Generation, sondern um viele!“

Foto: ÖFB/A.Pichler.

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