Fußball

Im 47. Anlauf das erste Bundesligator von Konrad Laimer

Seit Sonntag gibt es einen österreichischen Torschützen mehr in der deutschen Bundesliga: U21-Teamspieler Konrad Laimer gelang im 47. Anlauf sein erster Treffer für RB Leipzig.  Zum Leidwesen eines anderen Österreichers: Denn Kevin Stöger  bezog mit Fortuna Düsseldorf nach vier Siegen hintereinander ein schweres 0:4 (0:3)-Heimdebakel gegen Laimer und Marcel Sabitzer, die höchste Heimpleite nach dem Aufstieg im letzten Sommer. Schon nach 16 Minuten führte Leipzig 3:0, Laimer sorgte nach 68 Minuten für den Endstand. Als Düsseldorfs Tormann Michael Rensing  einen Sabitzer-Schuss nach vorne abwehrte, übernahm Laimer aus elf Metern mit links direkt, traf ins Eck. Der 21jährige war der zweite Premierentorschütze Leipzigs an diesem Sonntag. Zuvor schaffte das der 19jährige französische Innenverteidiger Ibrahima Konate zum 2:0. Leipzig festigte damit Platz vier, liegt drei Punkte vor Adi Hütters Eintracht Frankfurt.

Es war bereits das 25.Pflichtspiel Laimers für Leipzig in dieser Saison, das 15. in der Bundesliga. Somit fehlte er nur in vier Runden.  Dabei profitierte der  universelle Mittelfeldspieler sicher auch von den Adduktorenbeschwerden de Schweden Emil Forsberg, der seit Oktober fehlte. Das einzige Tor in den 24 Einsätzen davor erzielte Laimer ausgerechnet bei der 2:3-Heimniederlage in der Europa League gegen seinen Ex-Klub Salzburg. Fünf Minuten nach  Laimers Tor in Düsseldorf traf, spielte auch Forsberg wieder. Er kam erstmals seit drei Monaten für 17 Minuten vom Einsatz, weil ihn der Salzburger Fitnesspapst Franz Leberbauer in seinem Institut in Fuschl anders als zuvor Spezialisten in Deutschland von seinen Leiden befreien konnte. Daher werden die nächsten Wochen für Laimer zur großen Herausforderung: Behält er seinen Platz auch, wenn Forsberg wieder ein Thema für die Startelf wird?  Auf jeden Fall ist die zweite Saison in Leipzig für ihn ein Schritt nach vorne. In seiner ersten kam er auf 29 Pflichtspiele. Jetzt braucht Laimer in den ausstehenden 15 Runden oder im deutschen Pokal nur noch fünf Einsätze, um das zu übertreffen.

Vor Sabitzer und Laimer gewann schon David Alaba mit Bayern München. Daheim vor 75.000 Zuschauern 4:1 (1:1) gegen den VfB Stuttgart, wobei nur die zweite Hälfte den Bayern-Ansprüchen gerecht wurde. Wie auch der unzufriedene Trainer Niko Kovac feststellte. Zwischen Bayern und Tabellenführer Dortmund liegen weiterhin sechs Punkte. Jetzt hofft Kovac nächsten Samstag  auf Schützenhilfe durch seinen Ex-Klub Frankfurt mit seinem Freund Hütter, der Dortmund empfängt. Bayern gastiert in Leverkusen. Auch nicht einfach.

Erfolgsmeldung auch für einen anderen Teamspieler: Peter Zulj gelang ein erfolgreiches Debüt in Brüssel bei Anderlecht. Er kam im Heimspiel gegen Eupen ab der 46. Minute zum Einsatz. Da lag Belgiens Rekordmeister noch 0:1 zurück, Zulj bereitete den Ausgleich von Yari Verschueren vor, Anderlecht gewann am Ende 2:1, blieb Fünfter. Klar, dass Zulj hofft, von Trainer Fred Rutten bald von Beginn an eingesetzt zu werden: „Ich fühle mich bereit für den nächsten Schritt.“

 

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