In Deutschland beginnt am Wochenende mit der ersten Pokalrunde und dem Franz Beckenbauer-Supercup zwischen Meister Bayern München und Borussia Dortmund die Saison. Nach aktuellem Stand haben derzeit nur sieben Österreich-Legionäre einen Platz in der Startelf. Einer davon ist Konrad Laimer, doch bei ihm bleibt offen, ob er nach der am Samstag beim Test gegen RB Leipzig erlittenen Oberschenkelverletzung Bayern in Dortmund zur Verfügung stehen wird. Bei Dortmund wäre noch ein Platz im offensiven Mittelfeld zu vergeben. Ob den Marcel Sabitzer bekommen wird? Die Borussia verpflichtete mit den Griechen Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias sowie dem Holländer Joey Veerman drei neue Mittelfeldspieler. Sabitzer geht in sein letztes Vertragsjahr, daher gibt es auch Spekulationen um seinen Abgang. Sabitzer soll aber deponiert haben, dass er nur zu einem Klub wechseln will, der in der Champions League vertreten ist.
Die anderen Österreicher mit einem Platz in der Startelf sind Nicolas Seiwald bei RB Leipzig, Philipp Lienhart im Abwehrzentrum von Freiburg, Werder Bremens Kapitän Marco Friedl, der um vier Millionen von Como fix verpflichtete Stefan Posch als Innenverteidiger bei Mainz, Leopold Querfeld auf der gleichen Position bei Union Berlin und Michael Gregoritsch (Bild) als Solospitze bei Augsburg, was Österreichs Teamchef Ralf Rangnick freuen wird und Nicolas Kristof, der 26 jährige Tormann bei Sensationsaufsteiger Elversberg. Er wurde in Heidelberg geboren, ist aber Österreicher, spielte dreimal in Österreichs U 16, aber nie bei einem österreichischen Verein. Gregoritsch fehlen nur noch zwei Treffen zu den 37 Toren, mit denen der Este Alfred Finnbogason Augsburgs Rekordtorschütze in der Bundesliga ist. Christoph Baumgartner wäre so wie Seiwald auch bei Leipzigs neuem Trainer Martin Demichelis Fixstarter, ist aber noch mitten in der Reha nach der Oberschenkeloperation Anfang Juni. Möglich, dass es im September zum Comeback kommen kann.
Christian Ilzer, einer der drei österreichischen Trainer in der Bundesliga, hat bei Hoffenheim zehn Stammplätze vergeben. Offen ist ein Angreifer. Ilzers Landsmann, Neuzugang Patrick Wimmer, hat Chancen. Alexander Prass wird als linker Außenspieler so wie bisher als Joker gefagt sein. Bei Mainz muss Philipp Mwene um den Platz als linker Schienenspieler kämpfen, der 39-jährige Christopher Trimmel in seiner wahrscheinlich letzten Saison als Union-Berlin-Kapitän um den des rechten Verteidigers gegen den Kroaten Josip Juranovic. Kevin Stöger ist im Mittelfeld von Mönchengladbach ebenso wenig gesetzt wie Marco Grüll in seiner dritten Saison bei Werder Bremen. Die Konkurrenz in der Offensive wurde durch die Rückkehr des deutschen Ex-Teamstürmers Niclas Füllkrug auf Leihbasis von West Ham für ihn noch größer. Der von Werder neu geholte österreichische Teamkeeper Alexander Schlager gilt vorerst als Nummer zwei hinter dem 43-fachen estnischen Teamtorhüter Karl Hein, der nach einem Leijahr fix um drei Millionen Euro von Arsenal gekauft wurde. Schlager kam ablöserfrei aus Salzburg.
Drei Österreicher wie Werder Bremen hat auch Aufsteiger Schalke. Noch offen sind bei Trainer Miron Muslic zwei der drei Innenverteidiger, ein zentraler Mittelfeldspieler und ein Mittelstürmer. Die besten Chancen hat Dejan Ljubicic auf den Platz im Mittelfeld. Bei Max Wöber wird es nach langer Verletzungspause eine Frage der Matchfitness sein, bis er erste Wahl im Abwehrzentrum sein wird. Sonntag wurde er beim 03 gegen Real Madrid nach 62 Minuten eingetauscht. Mit ihm kassierte Schalke kein Tor. Junior Adamu versucht es nach dem Scheitern bei Celtic Glasgow wieder in der Bundesliga, gehörte gegen Real Madrid zu den ersten Elf. Weil Oldie Edin Dzeko nach der WM erst verspätet mit der Vorbereitung begann.
Foto: FC Augsburg.