Fußball

In diesem Jahr hat nur die Austria zweimal gewonnen!

Das erste Wiener Derby seit mehr als zwei Jahren mit Auswärtsfans endete mit einem vom Rapid-Gästesektor in der 90. Minute verursachten Eklat, als schon alles für die Wiener Austria entschieden war. Weil Knallkörper und Rauchbomben auf das Spielfeld flogen, schickte Schiedsrichter Markus Hameter die Mannschaften in die Kabine. Erst danach begann die sechsminütige Nachspielzeit. Kein anderes Thema lieferte am Ende mehr Gesprächsstoff. Damit geschah dem violetten Derbysieger Unrecht: Nach dem sicheren und hochverdienten 2:0 (2:0) kam die Austria bis auf einen Punkt an Tabellenführer Red Bull Salzburg, der mit dem 1:1 (1:1) beim Vorletzten GAK zum Ärger von Trainer Thomas Letsch zwei Punkte liegen ließ,  und den LASK heran, ist schon Dritter. So wie sich die Austria am Sonntag und in der Runde davor präsentierte, ist sie derzeit die Nummer in der Bundesliga. Das zeigt allein schon die Tatsache, dass die Austria die einzige Mannschaft in diesem Jahr ist, die zweimal gewann. Sowohl in Salzburg als auch im Derby.

Trainer Stephan Helm lobte nachher wieder die Mannschaftsleistung. Aber auch er hat seinen Anteil daran. Weil die Mannschaft eindeutig besser organisiert als die von Rapid und auch besser auf den Gegner eingestellt war. Helm wusste, dass Rapid praktisch ohne linken Verteidiger spielte und das nützte die Austria aus. Beide Treffer fielen über die rechte Seite. Beim ersten durch eine Flanke von Manfred Fischer, die Rapid-Legionär Romeo Amane vor die Füße von Johannes Eggestein abwehrte. Er schoss ins kurze Eck, Rapids Tormann Niklas Hedl konnte den nicht unhaltbaren Ball nur berühren, nicht abwehren. Das siebente Saisontor von Eggestein. Beim zweiten setzte die deutsche Solospitze ideal Ranftl, der sich rechts völlig unbedrängt mehrmals freilief,  ein, der traf ins lange Eck. Nach 35 Minuten hatte die Austria schon das Derby entschieden. Eggestein und Ranftl (Bild) waren die herausragenden Austrianer. Beide übrigens vom ehemaligen Sportvorstand Jürgen Werner zur Austria geholt. Was seine unsachlichen Kritiker sicher nicht gerne hören.

Die Austria lebt zwar vom Teamwork. Aber ohne Persönlichkeiten wie Abwehrchef Aleksandar Dragovic oder Kapitän Manfred Fischer würde das so nie funktionieren. Die Meisterrunde hat die Austria mit dem Derbysieg geschafft, dann beginnt alles bei null. Wenn man das violette Hoch mit der ausgegebenen jungen Welle begründet, ist das nicht richtig: Von den Eigenbauspielern begann mit dem auffälligen Sanel Saljic  nur einer, wurde nach 70 Minuten durch einen anderen (Philipp Maybach) ersetzt. Mehr kamen nicht zum Einsatz. Helm weiß, worauf es ankommt.

 

Foto: Yigit Oerme.

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