Fußball

In drei Jahren von Ajax Amsterdam über Hartberg und Bremen nach Brügge: Das „Wunder“ Zenkovic

Es gibt einen österreichischen Trainer mit UEFA-Pro-Lizenz, der es schaffte, in den letzten drei Jahren in drei Ländern. Seit vier Tagen ist er im vierten. Das schaffte er zwar nicht als Chef, nur als Co-Trainer. Aber auch das ist beachtlich, für einen, der am 31. März erst 35 Jahre alt wird. Und schon genug Erfahrung für eine Karriere als Chef haben müsste. Weil der in der bosnischen Stadt Cazin geborene Danijel Zenkovic bereits im Nachwuchs von Hollands Meister Ajax Amsterdam arbeitete, dann in der österreichischen Bundesliga bei Hartberg unter Markus Schopp, dann in der deutschen Bundesliga bei Werder Bremen und jetzt bei Belgiens Meister FC Brügge gelandet ist. Kein Zweifel, Zenkovic muss über ein gutes Netzwerk verfügen.

Die Trainerkarriere begann er schon vor 15 Jahren als Techniktrainer bei Salzburgs Jugend. Das blieb er bis 2012, ehe er eine Saison in Salzburgs Akademie arbeitete. Danach zwei in der von Tirol, eine in der von Sturm Graz. Von dort ging es zu Ajax, wo er drei Jahre lang blieb, unter anderem den aktuell in ganz Europa begehrten Trainer Erik ten Hag kennenlernte. 2019 lockte ihn die Bundesliga. Unter Markus Schopp war er bei Hartberg Videoanalyst und Co-Trainer, dazu Sportkoordinator. Aber so wie Spieler hält auch Co-Trainer wenig in Österreich, wenn die deutsche Bundesliga ruft. Dort erlebte Zenkovic (Bild oben) in eineinhalb Jahren einiges. Als Assistent des jetzigen Wolfsburg-Trainers Florian Kohfeldt in 38 Spielen den Abstieg, in der zweiten Liga die hektische Anfangszeit unter Markus Anfang. Als nach 14 Spielen das Verfahren wegen Impfbetrugs, den er inzwischen zugab,  bekannt wurde, trat Anfang Ende November am Tag des Spiels gegen Schalke zurück, war Zenkovic beim 1:1 Chef von Marco Friedl und Romano Schmid.

Danach Assistent von Anfang-Nachfolger Ole Werner. Was ihm nicht mehr zusagte. Weshalb er zugriff, als die Chance gab, zu Belgiens Meister FC Brügge zu wechseln, griff er zu. Wie das möglich wurde? Brügge gab seinen Trainer Philippe Clement grünes Licht, aus dem Vertrag auszusteigen, um bei AS Monaco Nachfolger von Niko Kovac werden. Holte als Nachfolger den Holländer Alfred Schreuder, bis Oktober Assistent von Ronald Koeman beim FC Barcelona. 2019/20 war Schreuder Cheftrainer bei Hoffenheim. Wie er auf Zenkovic kam? Man kennt sich aus einem gemeinsamen Jahr bei Ajax Amsterdam. Der Kontakt riss nicht mehr ab. FC Brügge ist derzeit mit sieben Punkten Rückstand auf Sensations-Aufsteiger Union St. Gilloise Zweiter.

 

Foto: Werder Bremen.

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