Zwei österreichische Teamspieler haben bereits ds Achtelfinale der Europa League erreicht: Florian Grillitsch mit Sporting Braga und Philipp Lienhart mit dem SC Freiburg. Ob der Innenvereidiger allerdings bis zum Achtelfinale im März egen den Sieger aus Brann Bergen – Bologna fit wird? Seit 29. Jänner hat „Mister Verlässlich“ wegen einer Bauchmuskelzerrung nicht mehr gespielt. Im Mannschaftstraining ist er weiter nicht dabei, beim individuellen Programm gibt es laut Lienharts Trainer Julian Schuster positive Zeichen. Aber einen konkreten Termin für die Rückkehr in den Spielkader gibt es bis jetzt nicht. Drei andere Österreicher können via Play-offs unter die letzten 16 kommen. Marko Arnautovic mit Roter Stern Belgrad gegen Lille, Tobias Lawal und Nikolas Sattlberger mit Genk gegen Dinmao Zagreb.
Nicht in der Champions League zu sein, gilt für den serbischen Rekordmeister schon als Misserfolg, die Europa League nur als Schadensbegrenzung, die dringend notwendig ist. Arnautovic erziele am Wochenende beim 3:0-Auswärtssieg gegen den Tabellenvierten Zeljeznicar Pancevo sein erstes Tor seit November. Das Spiel von Roter Stern bei Lille, dem Fünften der Ligue 1 ist Donnerstagabend in Österreich nur bei Canal+ zu sehen. Mit einem besonderen Studiogast: Austrias Abwehrchef Aleksandar Dragovic, von 2021 bis 2024 bei Roter Stern, zuletzt Kapitän. Der Trainer in der ersten Saison war Dejan Stankovic, der jetzt wieder im Amt ist. Mit dem Schwager von Stankovic, dem Slowenen Milenko Acimovic, spielte Dragovic zu Beginn seiner Karriere bis 2010 bei Austria Wien. Wenn Ex-LASK-Tormann Lawal und Ex-Rapidler Sattlberger mit Genk , dem Siebenten der belgischen Pro League, ins Achtelfinale wollen, dann müssen sie Kroatiens Spitzenklub Dinamo Zagreb ausschalten. Lawal ist nach seiner Knieverletzung seit dem Comeback im Dezember wieder die klare Nummer eins, Sattlberger verlor mit dem Rauswurf von Ex-Austria-Trainer Thorsten Fink den Stammplatz. Bei Sky sind alle Spiele außer dem von Roter Stern zu sehen, Servus TV überträgt aus Istanbul Fenerbahçe-Nottingham.
In der Conference League steht Teamverteidiger Philipp Mwene mit Mainz bereits im Achtelfinale. In dem könnte er auf Oliver Glasner und Crystal Palace treffen. Falls die Londoner Bosniens Meister Zrinjski Mostar ausschalten, spielen sie gegen Mainz oder AEK Larnaca aus Zypern. Zrinjski in der Meisterschaft derzeit Zweiter, hätte in der letzten Runde der Ligaphase im Dezember fast daheim gegen Rapid verloren. Ein Eigentor von Nenad Cvekovic in der Nachspielzeit rettete das 1:1. In Mostar beginnt Donnerstag Glasners Kampf um seinen Abschiedstriumph mit Crystal Palace. Das wäre ein Sieg im Endspiel am 27. Mai in Leipzig. Dann hätte Glasner in seiner Trainerkarriere zwei der drei europäischen Bewerbe gewonnen: 2022 die Europa League mit Eintracht Frankfurt, vier Jahre später die Conference League mit Crystal Palace. Sky überträgt auch die Spiele der Conference League.
Foto: Crystal Palace.