Fußball

Austria chancenlos, Salzburg allein an der Spitze: „Letzter“ Triumphzug für Christoph Freund

Es war das letzte Heimspiel von Meister Red Bull Salzburg mit Christoph Freund als Sportchef vor dessen Wechsel zu Bayern München, denn im August spielt Salzburg nur noch auswärts. Beim Sensationsteam Hartberg und in Wolfsberg. Es passte zur Erfolgsbilanz von Freund in den letzten 17 Jahren dass der Abonnementmeister nach seinem letzten Heimspiel durch das  2:0 (0:0) gegen Austria wieder als alleiniger Tabellenführer da steht. Die einzige Mannschaft, die alle drei Spiele gewonnen hat. Alexander Schlager, die neue Nummer eins im Tor, blieb so wie der holländische Sturm-Riese Kjell Scherpen bisher ohne Verlusttor. Nach Schlusspfiff trugen die Spieler Freund auf den Schultern zum Fansektor. Von dem er sich auch verabschiedete. Am letzten Arbeitstag von Freund in Salzburg, am 31. August, ist die Auslosung zur Champions League. Salzburg-Trainer Gerhard Struber wünscht sich Bayern als Gruppengegner.

„Ein unglaublich schöner Abschied, echt emotional. Schöner kann man es sich nicht ausmalen, auch mit dem Tor von Karim Konate in der letzten Sekunde. Einfach eine runde Geschichte. Das Schönste sind die positiven Emotionen, die ich in den letzten Tagen und Wochen erleben durfte. Das macht mich am glücklichsten, das kann man mit keinem Geld der Welt zahlen. So von hier wegzugehen, ist einfach das Schönste“, sagte Freund sichtbar bewegt im „Sky“-Interview. Erstmals hörte man von ihm dabei auch einen Satz zur Entwicklung bei Bayern München: „Ich freute mich extrem, dass Harry Kane jetzt ein Spieler von Bayern ist.“

Salzburgs Sieg im letzten Heimspiel mit Freund kam eigentlich nie in Gefahr. Austria bekam nie einen Zugriff, hatte nach 99 Minuten eigentlich keine einzige klare Torchance, auch nicht „Muki“ Huskovic. „Mund abwischen, weiter geht´s“, kommentierte Austrias Trainer Michael Wimmer das Geschehen, das Ende der Auswärtssiegserie. Salzburg musste durch den Ausfall von Aleksa Terzic umdisponieren. So kam der 19 jährige Deutsche Leandro Morgalla zu seinem Bundesligadebüt als Rechtsverteidiger, das wegen einer Knöchelverletzung nach 66 Minuten beendet war. Links verteidigte Kapitän Amar Dedic, der vor der Pause die Latte traf. Schon nach 19 Minuten schied Innenverteidiger Oumar Solet mit muskulären Problemen aus, ihn ersetzte der 19 jährige Samson Baidoo.

Das Führungstor ließ 57 Minuten auf sich warten, ehe Amankwah Forson einen Pass des Dänen Mads Bistrup verwertete. Das 2:0 durch Karim Konate fiel erst in der achten Minute der Nachspielzeit. Zuvor galt eines wegen Abseits nicht. Sein dritter Treffer in drei Runden zählte erst nach Intervention von VAR Andreas Heiß. Freund prophezeite bereits, dass Konate der neue Schützenkönig wird, Struber traut dem 19 jährigen Ivorer mehr als 25 Treffer zu.

Foto: Red Bull Salzburg.

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