Fußball

In Rapid steckt nicht mehr viel von Bickel

Sieben Monate nach dem Ende der Ära von Fredy Bickel als Sportchef steckt nicht mehr viel aus der Amtszeit des Schweizers, der inzwischen für den Zweitligisten Grasshoppers Zürich tätig ist, in der  Mannschaft von Rapid, die Samstag ihr erstes Vorbereitungsspiel in Wr. Neustadt bestreitet. Aliou Badji war bereits der dritte von Bickel verpflichtete Stürmer, von dem sich sein Nachfolger Zoran Barisic trennte, weil er den Erwartungen nicht entsprach. Zuvor traf dies bereits auf Deni Alar und Andrija Pavlovic zu. Der Unterschied: Der Afrikaner fand mit Al Ahly Kairo einen Käufer, Alar und Pavlovic sind nur verliehen, könnten im Sommer wieder vor der Hütteldorfer Tpr stehen und damit auf der Gehaltsliste. Alar kam bei Levski Sofia in 20 Pflichtspielen auf zwei Tore und vier Assits, Levski liegt in der Meisterschaft mit fünf Punkten Rückstand auf Meister Ludogorez Razgrad auf Rang zwei.  Pavlovic sorgte in 20 Pflichtspielen bei Apoel Nikosia für zehn Tore und einen Assist, Meister Apoel spielt zwar noch in der Europa League, trifft dort auf den FC Basel, hat aber in der Meisterschaft als Vierter acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Anorthosis Famagusta. Darum musste der deutsche Trainer Thomas Doll, bei dem Pavlovic zur Stammelf zählte, gehen. Im ersten Match unter dem norwegischen Nachfolger Kare Ingebringtsen, dem Ex-Trainer von Rosenborg Trondheim, sass der Serbe auf der Bank. Mit Alar und Pavlovic wäre der grün-weiße Kader um einiges teurer als derzeit.

Letzten Sommer nahm Rapid die Kaufoption auf den von Bickel geholten rumänischen U 21-Teamspieler Andrij Ivan nicht wahr, gab ihn an den russischen Klub Krasnodar zurück. Den beste Bickel-Einkauf, Linksverteidiger Boli Bolingoli, ließ Rapid zu Schottlands Meister Celtic Glasgow ziehen, um Millionen zu lukrieren. Marvin Potzmann wechselte zum LASK, weil Trainer Didi Kühbauer nicht auf ihn setzte, bewies dann in Linz aber, dass sich Bickel bei ihm nicht geirrt hatte. Sondern eher Kühbauer. Was blieb also von Bickel? Nicht mehr viel. Eigentlich nur vier Spieler, da der Bosnier Srdjan Grahovac schon vor Bickel bei Rapid war, ehe er ihn nach je einem Jahr in Kasachstan (Meister mit FC Astana) und Kroatien (NK Rijeka) im Jänner 2019 zurück holte.

Zum Bickel-Quartett gehört der kroatische Innenverteidiger Mateo Barac (Bild oben), bei dem vor sieben Monaten die Zeichen auch schon auf Verkauf standen, ehe er Kühbauer doch überzeugte, in der Hierarchie nach oben rückte.  Ebenso Mittelfeldspieler Dejan Ljubicic, der von Bickel im August 2017 als 19 jährigen vom Zweitligisten  Wr.Neustadt zurückbeordert hatte. Danach startete Ljubicic in Grün-Weiß voll durch. Ebenso der nach einem halben Jahr in England vom FC Barnsley, dem nunmehrigen Klub von Ex-Wolfsberg-Trainer Gerhard Struber, gekommene Ex-Admiraner Christoph Knasmüllner. Die Bilanz des Kreativgeists ist zwiespältig. Zwar 15 Tore und 27 Assists in 66 Spielen, aber  die Defizite in punkto Durchsetzungsvermögen sind unübersehbar. Ebenso Mittelfeldspieler Manuel Martic, dem Barisic schon letzten Sommer nahe gelegt hatte, sich einen neuen Klub zu suchen.  Derzeit gibt´s den zweiten Anlauf dazu. Er kam in 18 Monaten nur auf 15 Einsätze.

Foto: Rapid/Wien Energie.

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