Bei Red Bull Salzburg begann das Training für die Klub-WM, die für Österreichs Vizemeister am 19. Juni in Cincinnati gegen Pachuca aus Mexiko beginnt. Drei Neue hat Sportchef Rouven Schröder bisher verpflichtet: Zunächst den deutschen Linksfuß Frans Kraetzig um stolze 3,5 Millionen Euro von Bayern, dann Heimkehrer Stefan Lainer von Borussia Mönchengladbach, zuletzt Montag den 20 jährigen Japaner Sota Kitano.Er kann auf allen Offensivpositionen eingesetzt werden, nur nicht als mittlere Spitze. Damit hat Salzburg mit Mittelfeldspieler Takamu Kawamura und Kitano zwei Japaner im Kader. Kitano erzielte in diesem Jahr für Cerezo Osaka, den Achten der japanischen J-League, in 21 Spielen vier Tore. Dazu kamen fünf Assists. Bei 15 Einsätzen in d er japanischen U 20 gelangen ihm drei Treffer. An Kitano war auch die Wiener Austria interessiert, die aber finanziell mit Salzburg nicht mithalten kann.
Austria und Rapid beginnen erst am 23. Juni wieder mit dem Training. Bei Rapid bahnt sich mit dem Schützenkönig der zweiten Liga, dem 23 jährigen Claudy M´Buyi, ein riskanter Transfer an. Die 21 Treffer des 23 jährigen Franzosen, der in Kongos Hauptstadt Kinshasa geboren wurde, in 24 Partien für SKN St. Pölten, sprechen für Torinstinkt. In den letzten neun Runden traf M´Buyi immer, in den letzten vier jubelte er sogar über vier Doppelpacks (Bild). Er kann aus dem bis 2026 laufenden Vertrag um eine 500.000 Euro aussteigen. Vor seiner St. Pölten-Zeit spielte er in der zweiten französischen Liga bei Villefranche. Dort gelangen ihm in 51 Partien nur neun Tore. Das spricht dafür, dass es in der zweiten Liga Österreichs für Stürmer leichter ist aufzufallen als in der französischen. St. Pölten fand einen Nachfolger für den erfolgreichen Trainer Tugberk Tanrivermis, der zu NK Maribor wechselt: Den 46 jährigen Cem Sekerlioglu, der seit vier Jahren Assistent von Manfred Schmid bei Austria, Wolfsberg und Hartberg war. Jetzt ist er erstmals Chef.
M´Buyi ist mit Rapids Innenverteidiger Serge Philippe Roux befreundet, will selbst nach Hütteldorf wechseln, obwohl angeblich auch der deutsche Zweitligist Hannover 96, der slowakische Meister Slovan Pressburg, ein polnischer Spitzenklub (Legia Warschau) und ein ägyptischer (Al Ahly Kairo) an ihm interessiert sein sollen. Zwischen der Bundesliga und zweiten Liga gibt es einen Niveauunterschied, daher bleibt es fraglich, ob sich M´Buyi in Hütteldorf durchsetzen kann. Ihn als Nachfolger von Guido Burgstaller zu sehen, wäre total falsch. Rapid braucht statt des Kärntners eine erfahrene Persönlichkeit, keinen Bundesligadebütanten. Einer wie Michael Gregoritsch wäre genau richtig. Aber der 31 jährige hat noch einen Vertrag bei Freiburg bis 2026, ist nicht zu finanzieren. Meister Sturm Graz könnte sich Gregoritsch leisten.
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