Fußball

Jetzt ist Schicker auch bei Wolfsburg gefragt: Hoffenheim fordert Ablöse

Neue Entwicklungen um den bei Red Bull Salzburg als Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker, der bei Hoffenheim einen Vertrag bis 2029 hat: Bei Hoffenheim trat nach der Entlassung der Geschäftsführer Markus Schütz und Frank Briel in der vergangenen Woche am Donnerstag sein Chef Jörg Albrecht (Bild), der Vereinsvorstand und Mitgesellschafter, zurück, weil er unheilbar erkrankt ist. Albrecht stand stets klar zu Schicker. Aber es gibt außer Salzburg inzwischen noch einen Bewerber um den 39 jährigen Steirer: Auch bei Wolfsburg ist er gefragt. Beim VW-Werksklub musste nicht nur der holländische Trainer Paul Simonis wegen des Misserfolgs gehen, sondern auch Sportdirektor Sebastian Schindzielorz.

Bei Hoffenheim soll es demnächst Neuwahlen geben. Es gibt Pläne, Schicker zum Hauptgeschäftsführer und CEO zu machen. Das wäre eine Beförderung. Die verfolgte vor allem Albrecht.  Denn Schicker agierte auf der Geschäftsstelle stets hoch motiviert, wie ein echter CEO. Der letzte Sieg gegen RB Leipzig und Platz sechs sorgte für zusätzlichen Rückenwind. Aber Hoffenheim auf allen Ebenen zu befrieden, wäre sicher die schwierigste Aufgabe für Schicker. Weit herausfordernder als es war, sportlich alles umzukrempeln und wieder in die Spur zu finden. Denn finanziell hängt Hoffenheim weiterhin am Tropf des 85 jährigen Milliardärs und Gesellschafters Dietmar Hopp, der seit vielen Jahren mit dem mächtigen Spielerberater Roger Wittmann befreundet ist.  Hopp soll zwischen Sommer 2024und 2025 dem Klub nicht weniger als 120 Millionen Euro zur Verfügung gestellt haben. Dazu kamen rund 50 Millionen aus Transfereinnahmen, die Schicker lukrierte, als er Stürmer Max Beier zu Borussia Dortmund und Mittelfeldspieler Anton Stach an Premier League-Aufsteiger Leeds verkaufte.  Das ehemals gute Verhältnis zwischen Schicker und Wittmann ist aber mittlerweile zerstört. Spätestens als Schicker im Zuge des ausgesprochenen und vom Gericht annullierten Stadionverbots für Wittmann im Prozess vor Gericht gegen den Spielerberater aussagte, Beschimpfungen öffentlich machte.

Wie geht es bei Schicker weiter? Alle Interviewfragen, blockt der derzeit ab. Egal, welche Ergebnis baldige Neuwahlen bei Hoffenheim bringen werden, ist fix: Sollte Schicker sich zum Wechsel nach Salzburg oder Wolfsburg entschließen, wird Hoffenheim eine Millionenablöse verlangen.

 

Foto: dpa.

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