Fußball

Kane kann: Real Madrid „zittert“ vor den Bayern

Der Giganten-Gipfel zwischen Real Madrid und Bayern München überstrahlt das Viertelfinale in der Champions League, liefert mehr Gesprächsstoff als die anderen drei Spiele. Egal ob Sporting Lissabon gegen Arsenal, den in der Königsklasse noch ungeschlagenen Tabellenführer der Premier League, der im FA-Cup an Zweitligist Southampton scheiterte, ob Titelverteidigung Paris St. Germain gegen den schwächelnden englischen Meister Liverpool oder das spanische Duell zwischen Barcelona und Atlético Madrid, das Barcelona am Ostersamstag in der La Liga auswärts durch ein Tor von Joker Robert Lewandowski in der 87. Minute 2:1 gewann.

In den letzten vier k.o.-Duellen in der Champions League flog Bayern gegen Real raus, dreimal davon im Semifinale (2017, 2018 und zuletzt 2024). Die Europacup-Bilanz zwischen den Topklubs: Je 12 Siege Bayern und Real, vier Unentschieden. Unter dem spanischen Trainer-Guru Pep Guardiola hatte es Bayern nicht geschafft, die Königlichen zu bezwingen. Jetzt kann es Vincent Kompany besser machen als sein einstiger Lehrmeister. Jetzt „zittert“ Real Madrid vor diesem Duell, ist zumindest so nervös wie selten.  Für Real gilt Bayern als schwerstmöglicher Gegner. Schaffen es die Spanier ins Halbfinale, glauben sie an den Triumph in der Königsklasse. Fliegen sie raus, dann wird es das zweite Jahr ohne Titel in Folge: In der La Liga hat Real nach dem blamablen 1:2 auf Mallorca sieben Punkte Rückstand auf den Erzrivalen FC Barcelona, im Pokal scheiterte Real am Zweitligisten Albacete. Zwei titellose Saisonen in Folge gab es bei Real zuletzt vor 16 Jahren. Bayern wird in Spanien ehrfurchtsvoll „La bestia negra“, die schwarze Bestie, genannt. Bayern verstärkte das Gefühl der Übermacht durch die eindrucksvollen Achtelfinal-Auftritte gegen Atalanta, das 6:1 in Bergamo und danach in München das lockere 4:1.

Einer der drei Topstars von Real Madrid fällt aus: Der verletzte belgische Tormann Thibaut Courtois muss in beiden Partien durch den Ukrainer Andrij Lunin ersetzt werden. Auch der gesperrte Federico Valverde, der Dreifachtorschütze beim 3:0 gegen Manchester City,  und der brasilianische Stürmer Rodrygo fehlen. Reals Interimstrainer Alvaro Arbeloa, der zu Jahresbeginn auf den entlassenen Xabi Alonso folgte, lässt seinen Künstler wie Kylian Mbappé oder Vinicius junior alle Freiheiten. Manchmal funktioniert es wie im Achtelfinale gegen Manchester City (3:0, 2:1), manchmal geht’s schief. Wie in der La Liga im Bernabéu-Stadion gegen Getafe (0:1) oder bei Osasuna und Mallorca (jeweils 1:2).

Große Erleichterung hingegen bei Bayern München, weil Harry Kane kann. Der Torjäger absolvierte nach einwöchiger Pause wegen einer Sprunggelenksverletzung Montagmittag in München problemlos das Abschlusstraining vor dem Flug in die spanische Hauptstadt (siehe Bild oben). Damit kommt es zum Duell der besten Champions League-Torschützen dieser Saison: Kylian Mbappe (13 Treffer) gegen Kane (zehn Treffer). Sollte Fixstarter Konrad Laimer von Kompany als Rechtsverteidiger aufgeboten werden, dann wartet auf Österreichs Teamspieler eine Riesenherausforderung: Dann soll er vor 84.000 Zuschauern im Bernabéu-Stadion Vinicius junior neutralisieren. Österreichs Teamkapitän David Alaba beginnt bei Real auf der Bank ,obwohl der deutsche Innenverteidiger Antonio Rüdiger beide Tore zur Niederlage gegen Mallorca verschuldete. Schiedsrichter ist der Engländer Michael Oliver.

Foto: FC Bayern.

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