Eishockey

Kasper gegen Rossi, das ist eine österreichische Erfolgsstory

Reinhard Divis, Christoph Brandner, Thomas Pöck, Thomas Vanek, Andreas Nödl, Michael Grabner, Michael Raffl, Marco Rossi und Marco Kasper, das sind die neun Österreicher, die es bisher in die beste Eishockeyliga der Welt,  die nordamerikanische National Hockey League brachten. Das erste Österreicher-Duell in der NHL gab es am 14. Oktober 2006, als Vanek mit Buffalo die New York Rangers mit Pöck 7:4 bezwang. Vanek war auch am bisher letzten am 17. Februar 2019 beteiligt, als er mit Detroit bei den Philadelphia Flyers mit Raffl 1:3 verlor. Samstag gibt es in Detroit das nächste, wenn die Red Wings auf Minnesota Wild treffen. Das heißt Kasper gegen Rossi. Eine österreichische Erfolgsstory auf Privatinitiative, ohne Unterstützung durch den Verband. Ob sie sich auch bei einem Bully gegenüber stehen werden, ist offen. Center Kapser wurde von seinem Trainer Todd McLellan am Flügel eingesetzt. Sky Austria überträgt Samstag das Österreicher-Duell ab 18.20 live aus der Little Cesars Arena in Detroit, die 19.515 Plätze hat. Die „Revanche“ gibt es schon in der Nacht auf Mittwoch im etwas kleineren Xcel Energy Center (17.954 Plätze) in St. Paul.

Rossi und Kasper haben in Österreich mit Patrick Pilloni den gleichen Agenten. Der ist Samstag in Detroit natürlich live dabei. Sowohl für den Vorarlberger als auch für Kasper ist es das vorläufige Highlight in der bisher gelungenen Saison, in der beide auch im Powerplay zum Zug kommen: Rossi kam in 56 Spielen auf 19 Tore und 28 Assists, stellte mit 47 Scorerpunkte bereits seine Marke aus den 82 Partien der letzten Saison ein. Im Duell gegen Kasper kann er einen neuen persönlichen Rekord aufstellen. Beeindruckend auch seine Zahlen bei der Plus/Minus-Bilanz, nämlich plus 15. Kommt auch daher, dass Coach John Hynes Rossi stets in der ersten Linie einsetzt.  Das spricht für den 23 jährigen, der bereits 159 NHL-Spiele absolvierte, 40 Tore und 48 Assists auf dem Konto hat.

Beim drei Jahre jüngeren Kasper besteht noch etwas „Nachholbedarf“. Weil er mit 18 bei seinem erfolgreichen NHL-Debüt am 2. April 23 (5:2 in Toronto) einen Kniescheibenbruch erlitt, in der folgenden Saison im Farmteam Grand Rapids spielte. So hat er bisher nur 51 NHL-Spiele am Konto, 50 in dieser Saison. Mit neun Toren und elf Assists. Detroit ist in der Eastern Conference derzeit hinter den Florida Panthers, Toronto, Tampa Bay und Ottawa Fünfter, also nur einen Platz hinter den Play-off-Rängen. Minnesota ist im Westen hinter den Winnipeg Jets und Dallas Stars Dritter, voll auf Play-off-Kurs.

Außer Rossi sind noch zwei Vorarlberger auf NHL-Kurs. Verteidiger David Reinbacher etwas mehr als Stürmer Vinzenz Rohrer. Reinbacher zog sich in der Vorbereitung der Montreal Canadiens im Oktober eine schwere Knieverletzung zu, musste operiert werden. Mittwoch spielte er erstmals wieder im Farmteam Laval. Rohrer, der 2022 von Montreal gedraftet wurde, gewann mit dem Züricher SC durch ein 2:1 gegen Färjestad aus Schweden die Champions League, bewies dabei wieder einmal seine NHL-Reife. Champions League-Sieger waren vor Rohrer auch Kasper und KAC-Verteidiger Thimo Nickl vor drei Jahren mit dem schwedischen Klub Rögle.

Foto: Detroit Red Wings/Minessota Wild.

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