Eishockey

Kein Transferstopp: Jeder Klub kann tun und lassen, was er will! Wie handeln die Vienna Capitals?

Bevor Freitag Abend die vierten Spiele in den Viertelfinal-Serien des Play-Offs der ICE Hockey League begannen, bekam die Spielergewerkschaft in Person von Alexander Tomanek Nachricht von Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger. Wonach es keinen einheitlichen Beschluss zu einem Transferstopp, von dem in den letzten Wochen immer die Rede war, gibt.  Jeder der acht österreichischen Vereine kann es so halten, wie er will. Entweder die ungewisse  Zukunft einiger  Spieler mit neuen Verträgen zu beseitigen oder sie so lange wie möglich hinzuhalten, um die Preise zu drücken. Das werde manche  vom Saisonverlauf abhängig machen. Bei den Grazer 99ers, die Trainer Jens Gustafsson trotz des verpassten Play-offs für die kommende Saison bestätigten, aber sich unter anderem vom 37jährigen Oliver Setzinger trennten, den Linzer Black Wings und in Innsbruck weiß man ja, woran man ist. Und eigentlich auch bei den Vienna Capitals, die als erste Mannschaft bereits das Semifinale erreichten. Und damit die schwarze Serie des Vierten aus dem Grunddurchgang beendeten. Der war nämlich seit zehn Jahren stets im Viertelfinale gescheitert.  Die Capitals eliminierten hingegen Fehervar mit einem eher unerwarteten „Sweep“. Das 6:0 (3:0, 0:0, 3:0) am Freitag in Ungarn bei dem der 40 jährige Verteidiger Philippe Lakos für das letzte Tor sorgte, war der vierte Sieg in Serie mit dem zweiten Shutout von Tormann Bernhard Starkbaum hintereinander. Trainer Dave Cameron (Bild oben) sprach  von der besten Leistung in dieser Serie, Kapitän Mario Fischer gestand, dass diese Art wirklich nicht vorhersehbar war.

Jetzt gibt es während der kurzen Pause, die sich die Capitals geschaffen haben, natürlich Appetit auf mehr, sprich das Finale. Der 29 jährige US-Stürmer Ty Loney ist der Spieler der Liga mit der besten Plus/Minus-Wertung (+ 36), aber der Sturmlauf ins Viertelfinale ist zweifelsohne auch ein Erfolg der österreichischen Spieler. Noch nie setzte der Klub aus der Hauptstadt so viele ein, schenkte so vielen aus dem eigenen Nachwuchs das Vertrauen. Ob das in Corona-Zeiten aus wirtschaftlichen Gründen passierte oder nicht, bleibt letztlich egal. Die Entscheidung erwies sich als richtig. Aber jetzt ist auch Manager  Franz Kalla gefordert, den Spielern zu zeigen, dass sie ihre Chancen nützten, die Erwartungen, nicht nur mit dem „Sweep“ im Viertelfinale, übertrafen. Indem man ihnen zumindest reinen Wein einschenkt und dies ihnen bis zum Saisonende in Form neuer Angebote auch wissen lässt. Egal, ob es Routiniers wie Starkbaum, Lakos  Fischer, den ,rekonvaleszenten Patrick Peter, Rafael Rotter, Ali Wukowits, Benjamin Nissner usw. betrifft, oder die „Youngsters“ wie Sebastian Wraneschitz (19), Lukas Piff (20), Patrick Antal (20), Fabio Artner (22)  Bei den Österreichern gibt es kein stichhaltiges Argument, weiter abzuwarten. 15 standen Freitag am Spielbericht, nur sieben Legionäre.

Den Vienna Capitals könten am Sonntag inKlagenfurt der KAC und in Bozen Südtirol Alperia ins Semifinale folgen. Beide führen mit 3:1-Siegen. Die Italiener nach dem 4:3 bei den Bratislava Capitals, der KAC durch das 3:2 beim Kärntner Rivalen Villach. Die Salzburger Bullen glichen in Dornbirn durch ein 6:4 auf 2:2 aus. Da geht es auf jeden Fall nächste Woche weiter.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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