Fußball

Kinderfußball, lethargisch: Sturms Ärger war größer als der bei Austria

1:1 (1.1) zwischen Altach und Sturm Graz, kein Tor bei WSG Tirol – Austria am Innsbrucker Tivoli. Danach gab´s Stunk und Ärger. Speziell in Altach über ein von Schiedsrichter Manfred Schüttengrüber (Bild oben) annulliertes zweites Tor von Sturm. Schüttengruber gab nachher kein Interview. Das ist bezeichnend. Schon über seien Elfmeterentscheidung für Sturm, die zur Führung der Grazer führte, konnte man streiten. Aber noch viel mehr über die Szene in der 75. Minute, als der kurz davor eingewechselte Schweizer Albian Ajeti Altachs Tormann Tino Casali bezwang. Schüttengruber sah sich die Szene nach Intervention von VAR Markus Hameter im On Field-Review nochmals an, danach wertete er einen „normalen“ Zusammenprall zwischen Ajeti und Altachs Innenverteidiger Felix Strauß als Foul des Sturm-Legonärs.“Das darfst du nicht pfeifen“, ärgerte sich Ex-Torjäger Marc Janko im „Sky“-Studio.

Sturms Trainer Christian Ilzer gab zu, dass sich Altach den Punkt verdiente, redete sich aber in Rage: „Wenn sich bei so einem Tor der VAR einmischt und man das pfeift, sind wir im Kinderfußball. So verlieren wir zwei Punkte. Wenn man über die Saison schaut, wie oft Salzburg von Entscheidungen der Schiedsrichter profitiert hat und wir nicht, dann ist es gegen so einen übermächtigen Gegner unmöglich dranzubleiben. Man muss sich trauen, Salzburg auch außerhalb des Platzes anzugreifen!“ Damit übertrieb Ilzer aus Ärger, dass der Rückstand auf den Tabellenführer auf vier Punkte wuchs, aber doch etwas.

Bei Austria hörte man nach der Nullnummer am Tivoli von Verteidiger Reinhold Ranftl kritischere Töne als von Trainer Manfred Schmid: „Wir waren zu lethargisch, gingen nicht ordentlich in die Zweikämpfe, haben es insgesamt nicht gut gemacht. Da müssen wir uns der eigenen Nase nehmen, das können wir viel besser!“ Schmid konnte angesichts der Personalsituation mit dem Punkt leben: „Vorher signalisierten mir alle Spieler, dass sie sich fit und frisch fühlten. Die Wahrheit war dann irgendwo dazwischen!“ Eine passable Bundesliga-Premiere feierte vor den Augen von Sportchef Manuel Ortlechner im Abwehrzentrum das Duo Mario Handl – Matteo Meisl.

Auf die Austria wartet nächsten Sonntag ein „Finale“ gegen Wolfsberg, um unter den ersten sechs zu überwintern. Bei je einem Punkt Rückstand auf Rapid, WSG Tirol und Austria Klagenfurt kann das durchaus gelingen. Klagenfurt spielt daheim gegen Red Bull Salzburg, Tirol gegen Ried, Rapid gastiert beim Letzten Hartberg: „Wenn wir gegen Wolfsberg gewinnen, dann haben wir bis jetzt eine gute Saison gespielt“, meinte Schmid. Die Kärntner stehen unter dem größeren Erfolgszwang: Sieben Punkte hinter Platz sechs, damit der Klub, der am weitesten hinter den eigenen Erwartungen bleibt.

 

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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