Fußball

Klasse-Polster machte das vorläufiges Happy End für Wolfsberg möglich

In acht Spielen der dritten Runde gab es keinen Sieg eines österreichischen Klubs nach 90 Minuten. In den ersten dei des Play-offs wenigstens einen. Wolfsberg sorgte mit dem 2:1 (1:1) gegen Omonia Nikosia für die Ausnahme, dem  das deprimierende 0:5-Debakel von Sturm auf Kunstrasen bei Bodoe Glimt und das 1:2 von Rapid in Györ gegenüberstehen. Auf Wolfsberg wartet noch eine harte Prüfung, um in die Ligaphase der Conference League zu kommen. Nächsten Donnerstag droht auf Zypern eine Hitzeschlacht bei Temperaturen an die 40 Grad und ein fanatisches Publikum. An die 15.000 Zuschauer werden kommen, im praktisch leeren Wörtherseestadion waren es nur 3154. Eigentlich eine beschämende Kulisse.

Vater des Wolfsberger Sieges war Tormann Nikolas Polster, der einige Chancen der Zyprioten vereitelte, speziell gegen den 35 jährigen Altstar Stefan Jovetic, der eine Vergangenheit bei Manchester City, Inter Mailand, Fiorentina und Monaco hat. Vor allem der Klasseleistung von Polster war es zu verdanken, dass Wolfsberg nach dem 0:1-Rückstand das Spiel noch drehen konnte. Nur beim Kopfball von Omonias Innenverteidiger aus Mali, Seon Coulibaly, der via Innenstange ins Tor ging, gab er sich geschlagen. Ärgerlich, dass Coulibaly höher sprang als vier Wolfsberger Spieler.  Der Ausgleich fiel nur eine Viertelstunde später ebenfalls durch einen Innenverteidiger: Chibuike Nwaiwu aus Nigeria traf nach Vorarbeit von Thierno Ballo aus der Drehung. Aber Wolfsberg kam nie richtig auf Touren, wirkte in der dritten englischen Woche hintereinander nicht mehr frisch, eher müde. Polster verhinderte viermal gegen Jovetic das zweite Führungstor der Zyprioten.

Es reichte dennoch zum Sieg, als er eigentlich nicht mehr zu erwarten war.  Vor allem dank eines Jokers, der dreieinhalb Monate zuvor an gleicher Stelle das goldene Tor zu Wolfsbergs Cupsieg erzielt hatte. Angelo Gattermayer wurde nach 64 Minuten eingewechselt. 23 Minuten später kam von ihm nach einem Sprint die ideale Vorlage zu Dejan Zukic, die der Serbe zum 2:1 nützte. Zukic konnte über das vorläufige Happy End jubeln, Wolfsberg fliegt kommenden Mittwoch mit einem Eintorevrorsprung nach Nikosia. Auswärts ist Wolfsberg in dieser Saison bisher unbesiegt. Aber davor kommt Sonntag der Bundesligaschlager gegen Rapid.

 

Foto: APA/Gerd Eggenberger.

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