Fußball

Lawals Wechsel bringt LASK 3,5 Millionen, Nachfolger Jungwirth ist „gratis“

Zwei Österreicher bei einem belgischen Spitzenklub gleichzeitig engagiert – das bedeutet eine Premiere. Möglich machte es der Wechsel von Tobias Lawal zum Genk, den Klub des Ex-Rapidlers Nikolas Sattlberger. Einen Monat nach dem Debüt des 25 jährigen Tormanns in Österreichs Team beim 4:0 in San Marino begann seine Legionärskarriere. Als Nachfolger des erst 19 jährigen Belgiers Mike Penders, den Chelsea bereits vor einem Jahr um 20 Millionen Euro kaufte, aber noch eine Saison bei Genk spielen ließ. Jetzt ist Penders schon bei der Klub-WM dabei, als Nummer zwei hinter dem Spanier Roberto Sanchez.

Lawal, der im Oktober 2020 in der Bundesliga beim 0:3 gegen Rapid in Hütteldorf debütiert hatte, seit 2023 die Nummer eins der Linzer, in der letzten Saison neunmal Kapitän war, wurde von Genk als klare Nummer eins geholt. Das ist der Plan von Sportchef Dimitri De Conde und Thorsten Fink, des Trainers mit Austria-Vergangenheit. Die „Konkurrenten“ von Lawal, der letzte Saison in vier Spielen hintereinander kein Tor kassierte, sind der 32 jährige Routinier Hendrik von Crombrugge, letzte Saison der Ersatz für Penders und der 26 jährige Oliver Vliege, der aus der zweiten Mannschaft von Genk kommt. Ein Lawal in Normalform wird mit ihnen keine Probleme haben. Genk spielt im August die Play offs zur Europa League, bei einem Scheitern in der Ligaphase der Conference League. Auch in der Hinsicht hat es sich Lawal verbessert. Denn der LASK ist in keinem internationalen Bewerb vertreten.

Der LASK hat dank Lawal derzeit ein siebenstelliges Plus in der Transferbilanz dieses Sommers. Denn sein Nachfolger ist sozusagen gratis. Weil er wie Lawal aus der eigenen Akademie kommt. Lawals Transfer war zugleich ein Signal für die vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem 21 jährigen Lukas Jungwirth (Bild) um drei Jahre. Statt bis 2026 ist der 1,93 Meter-Riese seit Mittwoch bis 2029 an den LASK gebunden. Ersatz für Jungwirth ist der sechs Jahre ältere Grazer Tobias Schützenauer, zuvor die Nummer zwei bei Altach und Sturm Graz. Schützenauer absolvierte bisher 15 Bundesligaspiele, um zwölf mehr als Jungwirth. Der noch im Herbst Schützenauer bei den Bundesligaeinsätzen überholen wird, wenn er verletzungsfrei bleibt.

Foto: LASK.

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