Fußball

Lichtblick Arase, erstmals Kritik an Kara – Kühbauer war mächtig sauer

Kein Zweifel, Rapid war am Innsbrucker Tivoli die bessere Mannschaft, wie auch Thomas Silberberger, der Trainer des FC Tirol  eingestand. Aber dennoch gelang schon im vierten Auswärtsspiel hintereinander kein Sieg. 0:0 in Altach, 2:4 in Salzburg, 0:0 bei der Austria,  nun das 1:1 (0:0),  das Trainer Didi Kühbauer (Bild oben) mächtig sauer machte, wie er eingestand. Sicher, weil es wieder einmal zu wenig Effizienz gab. Aber noch mehr, weil auch übertriebener Egoismus ein zweites Tor und damit den Sieg verhinderte. Der Vorwurf ging erstmals auch in Richtung des besten Rapid-Torschützen Ercan Kara. Nicht, weil der Teamneuling in der Nachspielzeit mit einem an ihm verschuldeten Elfmeter an Tirols Torhüter-Kapitän Ferdinand Oswald scheiterte und den Nachschuss weit über das Tor jagte.  Sondern wegen einer Situation kurz nach dem dritten Saisontor von Kelvin Arase zur überfälligen Führung nach 74 Minuten. Da liefen drei Rapidler bei einem Konter in Richtung Oswald. Kara wollte selbst das Tor erzielen, anstatt zum mitgelaufenen Christoph Knasmüllner aufzuspielen, der den Ball ins leere Tor hätte rollen können. Doch Kara schoss Oswald an, damit war die Chance zum 2:0 vertan: „Als Stürmer will man die Tore machen, im Nachhinein weiß man es immer besser, hätte man vielleicht aufspielen müssen“, gestand Kara.  Aus Tirols einziger Chance nach der Pause fiel durch einen Fehler von Matteo Barac  noch der Ausgleich. Am Ende nur ein Punkt.

„Drei hätten uns gutgetan“, gestand Kühbauer. Denn mit dem Unentschieden heißt es nach der Punkteteilung: Rapid geht mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Red Bull Salzburg in die zehn Runden statt mit drei, hat auf den Dritten LASK nur einen Punkt Vorsprung statt zwei. Der Kampf um Platz zwei verspricht mehr Spannung als die Jagd auf Rapid, denn Sturm Graz liegt auch nur drei Punkte hinter Grün-Weiß, Wolfsberg hingegen schon sechs, Tirol sieben. Aber für die Tiroler ist der Kampf um die Europacup-Plätze bei aller Freunde ohnehin kein Thema, für Rapid schon. Um Salzburg wirklich weiter im Auge zu behalten, darf man ab April nicht so leichtfertig die Punkte liegen lassen wie am Tivoli. So berechtigt Kühbauers Ärger auch war, er sollte auch selbst über die Bücher gehen. Wegen der Personalie Arase. Der in diesem Jahr nur zweimal von Beginn an spielte.

Kühbauer gab ansonst dem routinierteren Thorsten Schick den Vorzug, warum auch immer. Arase wurde sechsmal für insgesamt 110 Minuten eingewechselt (viermal für Schick), kam zweimal nicht zum Zug, begann beim 1:0 gegen Ried und in Innsbruck. Zeigte dort in 79 Minuten, dass er Rapids Spiel mit seinem Tempo und Einsatz gut tut. Nicht nur das Tor erzielt, sondern bereits vor der Pause zwei vergebene Sitzer vorbereitet. Das Tor machte er möglich, weil er mit seiner Schnelligkeit noch einen Ball erlief, den viele bereits im Out sahen. Vielleicht sollte er öfters beginnen oder zumindest früher eingetauscht werden. Wahrscheinlich war es Zufall, dass nach seinem Austausch gegen Yusuf Demir Rapid noch den Sieg verspielte. Aber vielleicht doch ein dezenter Hinweis darauf, dass man ihm wieder mehr Vertrauen schenken sollte.

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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