Fußball

Liverpool und Klopp bleibt nur die Champions League

Das Jahr 2021 begann Englands Meister FC Liverpool als Tabellenführer. Nie hätte sich Meistermacher Jürgen Klopp damals träumen lassen, dass am 7. Februar der Titelverteidiger praktisch entthront war. Nach vier Niederlagen in sieben Spielen, einem Unentschieden und nur zwei Siegen. Die Talfahrt begann mit einem 0:1 bei Ralph Hasenhüttls FC Southampton. Jeweils ein 0:1 gab´s auch an der Anfield Road gegen Burnley und Brighton, dazu Sonntag das 1:4 im Spitzenspiel gegen Manchester City.  Das Resultat sind Platz vier und zehn Punkte weniger als Manchester City mit einem Spiel mehr. Schlimm für Liverpool-Ansprüche. Beeindruckend die Serie von Manchester City: Die Mannschaft von Pep Guardiola verlor letztmals am 21. November (0:2 bei Wolfsbergs Europa League-Gegner Tottenham), feierte seit dem 1:1 gegen West Bromwich am 15. Dezember 14 Siege in Serie. Hat mit einem Match weniger als Tabellenführer vier Punkte Vorsprung auf den Zweiten Manchester United, bei dem Weltmeister Paul Pogba wochenlang ausfällt.

„Hätten wir öfters so gespielt wie 70 Minuten gegen City, würden wir nicht so weit zurückliegen“, klagte Klopp. Die letzte Pleite ging vor allem auf das Konto von Tormann Alisson Becker, der sowohl das 1:2 als auch das 1:3 verschuldete. Durch Fehlpasses (!). So wird Liverpool wohl um einen Champions League-Platz gegen Leicester, Chelsea, Westham, Everton und Tottenham kämpfen müssen. Das beginnt  Samstag Mittag  in Leicester. Da Klopp mehr oder weniger beiden Pokalbewerben keine Beachtung schenkte, bleibt die Champions League die einzige Chance, die Saison mit einem Titel zu retten. Das ist Liverpool zwar zuzutrauen, aber eine riskante Angelegenheit. RB Leipzig bedeutet im Achtelfinale die erste Hürde. Angesichts des Liverpool-Tiefs kein Wunder, dass Leipzigs österreichischer Kapitän Marcel Sabitzer größere Chancen sieht, Englands Meister zu eliminieren als in der Bundesliga an Bayern München heranzukommen. Da Liverpool zum Hinspiel am 16. Februar nicht nach Deutschland einreisen darf, wurde das Spiel nach Budapest in die Puskas-Arena verlegt. Zuschauer dürfen nicht hinein. Die Verlegung empörte in Deutschland SPD-Politiker, die sie als entbehrlich empfanden, weil Flugreisen in Corona-Zeiten ein zu hohes Risiko darstellen.  Bei einer Mannschaft, die in der „Blase“ lebt, jeden zweiten Tag getestet wird? Die Politiker-Kommentare sind noch entbehrlicher. So wie Sabitzer mit Leipzig müssen auch die Ex-Salzburger Marco Rose, Stefan Lainer, Hannes Wolf und Valentino Lazaro mit Mönchengladbachs Heimspil gegen Manchester City am 24. Februar nach Budapest. Kurios die Verlegung des Heimspiels von Rapid-Bezwinger Molde in der Europa League gegen Hoffenheim: Wegen Norwegens geschlossener Grenzen und  Quarantäne-Bestimmungen wird es am 18. Februar im Süden Spaniens bei Salzburg-Gegner FC Villarreal statt.

Zurück nach England: Da wartet auf Hasenhüttl mitten in Southamptons Krise zweimal Wolverhampton.  Donnerstag in Birmingham um den Aufstieg ins Viertelfinale des FA-Cups, am Sonntag im St.Mary´s um Punkte. Treffender Kommentar von Hasenhüttl zum 2:3 in Newcastle am letzten Samstag: „Wir waren nicht gut genug!“

 

Foto: FC Liverpool.

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