Fußball

Mateo Barac bis 2021: Rapid und Erinnerungen an den „FC Jugo“

Tag der offenen Tür am Freitag bei Rapid ab 17 Uhr im Allianz-Stadion. Mit dabei die aktuelle Neuerwerbung:  Mateo Barac, 23 Jahre alt, 1,90 Meter groß, bekam als Nachfolger für den an den deutschen Zweitligisten Ingolstadt verkauften Brasilianer Lucas Galvao einen Dreijahresvertrag bis 2021. Begleitet vom üblichen Geheimnis um die Ablöse, die bezahlt werden musste, um ihn aus dem Vertrag bis 2020 herauszukaufen, die sicher siebenstellig sein wird, und von Lobeshymnen, die Sportchef Fredy Bickel nicht unerwartet auf Barac sang:  Seit Monaten im Visier, bringt alles mit, was ein moderner Innenverteidiger haben muss,  ist charakterfest, bodenständig  sehr professionell, Hat bereits ein Länderspiel beim WM-Finalisten Kroatien hinter sich. Aber dort steht  Duje Caleta Car, der Innenverteidiger  von Österreichs  Meister Red Bull Salzburg, doch höher in Kurs. Sonst wäre ja nicht er, sondern Barac derzeit bei der  Weltmeisterschaft in Russland als Back-Up für die Stammbesetzung im Abwehrzentrum mit Dejan Lovren oder Domagoj Vida dabei.

In den Achtzigerjahren hatte Rapid wegen seiner Legionäre Zlatko „Zizo“ Kranjcar, Petar Brucic, Sulejman Halilovic oder Torschützenkönig Zoran Stojadinovic, wegen seiner Trainer Otto Baric und Vlatko Markovic der Ruf des „FC Jugo“ begleitet. Skandiert  speziell von Anhängern der Rivalen im Titelkampf. Aber wenn man sich den derzeit aktuellen grün-weißen Kader ansieht, dann ist Rapid  jetzt viel mehr der „FC Jugo“ als vor Jahrzehnten:  Mit Barac sind es zehn Spieler, die ihre familiären Wurzeln am Balkan haben, auch wenn einige in Österreich oder Norwegen geboren sind, in österreichischen Nachwuchsteams spielen oder spielten wie Dejan Ljubicic oder Albin Gashi.  Das ist eine Tatsache, die auch eine Gefahr in sich birgt. Dass es in der Mannschaft zu Gruppenbildungen kommt.  Schon aus sprachlichen Gründen könnte es  passieren, dass die Spieler mit Balkan-Wurzeln immer zusammen sind. Und auf der anderen Seite die Österreicher. Das wird viel Fingerspitzengefühl von Trainer Goran Djuricin verlangen, der auch  aus dem Balkan-Kulturkreis stammt. Djuricin  darf nicht das Gefühl aufkommen lassen, irgendeinen dieser zehn Spieler zu bevorzugen.  Eines ist ihm und Rapid zu wünschen:  Dass sich unter diesen zehn welche mit so viel Potenzial befinden, dass sie so maßgeblich an Rapid-Erfolgen beteiligt sind wie damals Kranjcar, Brucic, Halilovic oder Stojadinovic.

Meister Salzburg hat seinen Tag der offenen Tür erst Samstag Nachmittag in der Red Bull-Arena. Zuvor gibt es noch zwei Testspiele: Freitag Abend in Mondsee gegen den FC Utrecht aus Holland, Samstag Vormittag in der Akademie Liefering gegen Stade Rennes, den Fünften der französischen Ligue 1. Anzunehmen, dass Trainer Marco Rose dabei zwei verschiedene Mannschaften, alle verfügbaren Kaderspieler aufbietet. Auch Admira freut sich über einen Neuzugang: Vom Floridsdorfer AC kam der 28jährige Offensivallrounder Marco Sahanek, der letzte Saison auch auf Malta engagiert war. Sahanek bestritt zwischen 2008 und 2010 bereits sechs Bundesligaspiele für die Südstädter. Vizemeister Sturm Graz verlor beim Debüt von Philipp Hosiner in Großklein gegen Russlands Überraschungsvierten Krasnodar, die Ex-Mannschaft des  neuen Rapid-Rumänen Andrij Ivan, 0:1 (0:0). Was Trainer Heiko Vogel gar nicht passte.

Foto: © SK Rapid Wien Media .

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