Fußball

Mehr Gehalt bei West Ham? Arnautovic sagte vor Cup-Blamage Abschied vom Spitzenfußball ab!

Marko Arnautovic fehlt auch im Kader von West Ham für das Match am Samstag Abend in der vierten Runde des FA-Cups  bei AFC Wimbledon, dem Letzten der League One, wie die dritte Liga in England offiziell heißt. Donnerstag  klang das bei der Pressekonferenz von West Hams Trainer Manuel Pellegrini im Trainingszentrum Rush Green auf dedizierte Fragen  nicht so. Da teilte der Chilene noch mit, dass Arnautovic problemlos trainiere. Da West Ham den Sieg im FA-Cup  zum großen Saisonziel ernannte, muss zwischen Donnerstag und Freitag etwas passiert sein, um auf den Spieler, der in 53 Pflichtspielen für die „Hammers“ 19 Tore erzielte und zehn Assists leistete, zu verzichten. Die englische „Yellow Press“ glaubte es zu wissen: Chinas Vizemeister Guangzhou Evergrande erhöhte das Angebot für den 29jährigen österreichischen Teamspieler auf 50 Millionen Euro. wäre auch bereit gewesen sein, die Extrasteuer, die in China für Ausländertransfers , die mehr als sechs Millionen kosten, fällig wird, zu bezahlen. Die macht nämlich 100 Prozent aus. Also hätte Arnautovic praktisch 100 Millionen gekostet. 30 Millionen wären als sein Gehalt für einen Vierjahresvertrag noch dazugekommen.

Wahnsinn.  Arnautovic fand offenbar die 130.000 Euro, die er pro Woche bei West Ham verdient, als nicht genug. Orientierte sich  an den Spitzengehältern, die in der Premier League bezahlt werden. Der Chilene Alexis Sanchez kassiert bei Manchester United 580.000 Euro pro Woche, Mesut Özil bei Arsenal 405.000, Raheem Sterling bei Manchester City 345.000, die Franzosen Paul Pogba und N´Golo Kante bei Manchester United und Chelsea je 335.000. Gonzalo Higuain kommt als letzter Chelsea-Neukauf  mit 310.000 auch noch unter die  Top sechs. Aber für Arnautovic ist keiner dieser Klubs bereit, so viel auf den Tisch zu legen. Vor Weihnachten sprach Bruder Daniyel als offizieller Manager noch von Kontakten zu Chelsea. Nach Weihnachten sprach er den China-Wunsch aus.  Weil es dort „wenigstens“ fast doppelt so viel wie bei West Ham gegeben hätte.

Guangzhou ist eine Hafenstadt nordwestlich von Hongkong, hat elf Millionen Einwohner. Die Flugzeit beträgt von Wien aus 14 Stunden und 15 Minuten. Als Arnautovic via Instagram Freitag Nachmittag baldige Neuigkeiten ankündigte, rechneten alle mit der Vollzugsmeldung für Guangzhou. Aber es folgte am Abend  die eher unerwartete Kehrtwendung. Er kündigte an, trotz eines verlockenden Angebots bei West Ham zu bleiben, mithelfen zu wollen, den Cupsieg zu schaffen, in der Premier League so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Der Verein habe jetzt  seine Karriere in die richtige Richtung gelenkt. Es könnte auch mit einer Gehaltserhöhung in dem bis 2022 laufenden Vertrag bei den Hammers, für die er bisher in 53 Spielen 19 Tore erzielte und 10 Assists leistete, passiert sein. Die zwar nicht in Höhen wie bei Sanchez, Özil, Sterling, Pogba etc. geht, aber vielleicht in Richtung China-Angebot. Egal warum die Entscheidung fiel: Sie ist die richtige. Möglich, dass sie Respekt verdient. Zumindest die Arnautovic-Fans werden es so sehen. Auch Österreichs Teamchef Franco Foda wird darüber erleichtert sein.  dass Arnautovic seinen Abschied vom Spitzenfußball absagte. Guangzhou hätte auch sein Ende als Teamspieler bedeuten können.

Englischer Cupsieger kann Arnautovic zumindest heuer nicht mehr werden: Denn ohne ihn blamierte sich West Ham  ganz schrecklich, schied vor 4777 Zuschauern im Kingsmeadow-Stadion gegen den Drittligisten Wimbledon mit 2:4 (0:2) aus. Arnautovic-Ersatz Andy Carroll wurde zur Pause ausgetauscht. West Ham lag schon 0:3 zurück, kam nur auf 2:3 heran. Das vierte Tor Wimbledons machte nach 88 Minuten alles klar. Pellegrini wird nach dem verpassten Saisonziel wohl in Erklärungsnotstand kommen, warum er außer Arnautovic auch Stammkeeper Lukasz Fabianski, und Senkrechtstarter Declan Rice, den Siegestorschützen gegen Arsenal, nicht einsetzte. Und den Brasilianer Felipe Anderson erst ab der 46. Minute bei einem 0:2-Rückstand.

Foto: © WestHam United Media.

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