Fußball

Austria macht sich Mut! Rapids Stürmer treffen

Austrias erste Tests für die Frühjahrssaison gegen die Zweitligisten Wr.Neustadt (0:1) und Ried (3:2) waren wirklich nicht das Gelbe vom Ei, mit dem ersten im türkischen Trainingslager Belek machte sich Violett aber Mut, die von Präsident Frank Hensel und AG-Vorstand Markus Kraetschmer ausgegebenen Ziele zu erreichen. Beide sind vor Ort, sprechen vom Cupsieg, um sich so direkt für die Gruppenphase der Europa League zu qualifizieren und von einem Platz unter den ersten drei im Meister-Play-off. Wer den kroatischen Meister und Tabellenführer Dinamo Zagreb 2:0 (0:0) besiegt, darf sich bei aller Vorsicht, die man bei Spielen in der Vorbereitung an den Tag legen sollte, Hoffnungen machen, Vor allem wenn man bedenkt, dass Dinamo Zagreb die Gruppenphase der Europa League gegen Fenerbahce Istanbul, Spartak Trnava und Belgiens Rekordmeister Anderlecht ohne Niederlage überstand, die Saison in Kroatien bereits in einer Woche beginnt, die Mannschaft von Ex-Austria-Trainer Nenad Bjelica und der Ex-Austrianer Emir Dilaver sowie Marin Leovac also in der Vorbereitung weiter sein müsste als seine ehemalige.

„Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, konstatierte Trainer Thomas Letsch zufrieden. Er tauschte zur Pause bis auf Tormann Patrick Pentz und Uros Matic, der bis zur 68. Minute spielte, die ganze Mannschaft aus, die Tore fielen erst in den letzten neun Minuten durch Manprit Sakaria und Neuzugang Sterling Yateke. Der 19jährige Stürmer (Bild oben) traf gleich bei seinem Debüt. Erstmals 45 Minute lang nach 15 Monaten langer Pause und zwei Operationen im Einsatz: Linksverteidiger Christoph Martschinko, dessen Vertrag schon vor dem Trainingslager um drei Jahre bis 2022 verlängert wurde. Nicht dabei hingegen Thomas Ebner, den Adduktorenprobele stoppen. Und James Jeggo, der auch beim k.o. von Titelverteidiger Australien im Asien-Cup, dem 0:1 gegen die Emirate in Al Ain, keine Minute zum Einsatz kam. Er soll am Sonntag in Belek eintreffen.

Fast zeitgleich mit der Austria probte auch Rapid, was mit einem 5:2 (2:1) gegen den Schweizer Zweitligisten Aarau endete. Für den Ex-Rapidler Stefan „Major“ Maierhofer per Kopf den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Bei Rapid gab´s fünf verschiedene Torschützen: Andrij Ivan, der im Herbst in einem Pflichtspiel seit der ersten Runde gegen Admira nicht mehr getroffen hatte, Deni Alar, die Innenverteidiger Christopher Dibon und Mert Müldür sowie Andrija Pavlovic. Also trafen beide Mittelstürmer im Kader, so als wollten sie damit zeigen: Rapid braucht keinen neuen Stürmer um teures Geld zu kaufen. „Jedes Tor bringt jeden Spieler weiter“, meinte Trainer Didi Kühbauer kryptisch.

Er ließ diesmal Tobias Knoflach im Tor durchspielen, tauschte bis auf Stephan Auer nach einer Stunde die komplette Mannschaft aus. Aus beiden Besetzungen konnte man doch etwas herauslesen:  Die interne Konkurrenz zwischen Pavlvoic und Alar wird angeheizt, miteinander spielten sie nicht. Als Offensivtrio hinter der Spitze scheinen Veton Berisha, Christoph Knasmüllner und Philipp Schobesberger die besseren Karten zu haben, obwohl sie kürzer spielten als  Manuel Thurnwald, Thomas Murg und Ivan. Im zentralen Mittlefeld spannte Kühbauer Rückkehrer Srdjan Grahovac mit Kapitön Stefan Schwab zusammen, womit Grshovac derzeit offenbar bessere Karten haben könnte als Dejan Ljubicic, der Goldschütze zum Aufstieg in die k.o.-Phase der Europa League. Im Abwehrzentrum brachte Kühbauer  zuerst Dibon mit Max Hofmann, dann Müldür mit Mateo Barac. Nicht auf dem nötigen Fitnesslevel ist derzeit Mario Sonnleitner, Kühbauers Fazit „Ich habe das gesehen, was ich sehen wollte. Wir kreierten Chancen, spielten mit der nötigen Aggressivität.“

Etwas Neues von Rapids Europa League Gegner Inter Mailand: Der ist seit Freitag praktisch komplett in chinesischem Besitz. Der indonesische Geschäftsmann Erik Thohir verkaufte 31,05 Prozent der Anteile an den chinesischen Investment-Fonds LionRock Capital. 2016 hatte Thohir für 67,55 Prozent 270 Millionen Euro vom Elektronik-Konzern Suning kassiert. Wie es aussieht, wird Inter von Ralph Hasenhüttls FC Southampton einen  neuen Rechtsverteidiger holen: Den 27jährigen Portugiesen Cedric Soares, Vorerst für 500.000 Euro Leihgebühr bis Saisonende. Kauft ihn Inter dann fix, kostet das elf Millionen.

Foto: © FK Austria Wien Media .

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