Fußball

Messi wie Knasmüllner: Schlimmer Eklat nach Paris-Pleite

Man muss auch mit Anstand verlieren können. Der FC Salzburg  schaffte dies trotz des 1:7-Horrors bei Bayern München, Paris St. Germain nach dem 1:3 bei Real Madrid nicht. Allen voran Präsident Nasser Al-Khelaifi, der Boss aus Katar, und sein Sportchef Leandro.  Sie stauchten nachher nicht nur ihre sündteuren Stars zusammen, weil sie in der zweiten Hälfte abtauchten. Selbst Lionel Messi nur ein Schatten des guten Messi aus Barcelona-Zeiten, verschwand ähnlich von der Bildfläche wie man es bei Rapid von Christoph Knasmüllner gewohnt ist.

Al-Khelaifi, auch Präsident der europäischen Klub-Vereinigung, stürmte mit  Leandro die Kabine des holländischen Schiedsrichters Danny Makkelie. Sie blockierten die Tür, Al-Khelaifi zerstörte die Fahne eines Assistenten. Als ein Real-Mitarbeiter die Skandalszenen mit seinem Handy filmte, rastete Al-Khelaifi aus, ging auf ihn los, soll gesagt haben: „Ich werde dich töten“. Die eigenen Leibwächter mussten Al-Khelaifi zurückhalten. Die UEFA kündigte Ermittlungen an. Ob sie den Präsidenten der Klub-Vereinigung sperren wird? Der Schweizer General-Staatsanwalt fordert für ihn 28 Monate Gefängnis. Wegen Bestechung in Zusammenhang mit der Vergabe der TV-Rechte für die Weltmeisterschaften zwischen 2018 und 2030. Al Khelaifi ist auch Geschäftsführer des katarischen Medienkonzerns beIN.

Grund des Paris-Empörung war die Szene vor dem Real-Ausgleich, als der von Karim Benzema attackierte Tormann Gianluigi Donnarumma (Bild oben) zu lange wartete und einen Querschläger produzierte, der in der Folge zu Benzemas erstem Treffer führte. Sie werteten dies als klares Foul. Österreichs ehemaliger FIFA-Schiedsrichter Oliver Drachta sah als „VAR“ für Servus TV keines. Unter dem Motto, nicht jeder Kontakt muss ein Foul sein. Paris-Trainer Mauricio Pochettino giftete vor allem gegen den holländischen Video Assistant Referee Pol van Boekel: „Dass dieses Tor gegeben wurde und er nicht einschritt, ist unglaublich und schwierig zu akzeptieren. Wir waren bis dahin das bessere Team, aber dadurch hat sich die Emotion im Spiel geändert, die Entscheidung gab Real den Glauben zurück. Das ist so unfair.“

Was danach folgte, gab den Experten von Servus TV (Jan Age Fjörtoft) und Sky (Didi Hamann) recht, die schon vor dem Match behaupteten, Paris St. Germain habe Topstars, aber keine Mannschaft. Rätsel gab am Ende auch David Alaba auf. Nicht wegen seiner Topleistung, sondern wegen seines Jubels nach dem dritten Tor, als er einen weißen Klappstuhl in die Höhe hob. Deshalb fragte Fjörtoft im Studio von ServusTV: „Ist das eine Tradition in Österreich?“

Foto: Real Madrid.

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