Fußball

Mit einem Punkt an der Anfield Road war Glasner nicht zufrieden

Mit Crystal Palace hatte Oliver Glasner den FC Liverpool an der Anfield Road noch in der Ära von Jürgen Klopp 1:0 bezwungen. Samstag fehlten zwölf Minuten zu Glasners zweitem Sieg in Liverpool: Bis zur 82. Minute führte Nottingham 2:1, dann fiel durch den Spanier Victor Munoz, Liverpools Neuerwerbung aus Osasuna, der Ausgleich. Beim 2:2 (1:0) blieb er bis zum Schlusspfiff nach 94 Minuten. Beim Startelfdebüt von Xaver Schlager, der auf seinen ehemaligen Salzburg-Mitspieler Dominik Szoboszlai traf (Bild), führte Nottingham zweimal: Vor der Pause durch den Schweizer Teamstürmer Dan Ndoye. In der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff verhinderte Liverpools Tormann Allison Becker das zweite Nottingham-Tor, in der 60. Minute glich Liverpool-Schwede Alexander Isak aus. Sieben Minuten später führte Nottingham kurz nach der Einwechslung von Rekordkauf Liam Delap erneut: Nach einem schnellen Outeinwurf von Delapfoulte Allison Nottinghams Verteidiger Neco Williams im Strafraum, den Elfmeter verwandelte Kapitän Morgan Gibbs White. Es war das zweite 2:2 für Liverpools neuen Trainer Andoni Iraola nach dem zum Start in Newcastle. „Wenn man zweimal führt und außerdem noch einige Chancen hatte, ist man mit einem Punkt nicht zufrieden“, gab Glasner zu, dem aber die Art, wie sich seine neue Mannschaft präsentierte, gefiel: „Die  stärkt den Glauben, dass unser Weg erfolgreich sein wird. Das ist mehr wert als der Punkt!“ Glasners Ex-Klub Crystal Palace bezog unter Glasners französischem Nachfolger Pierre Sage die zweite Niederlage, war im Selhurst-Park beim 1:4 (0:1) gegen Manchester City chancenlos. Nicht im Kader war Kevin Danso bei Tottenhams 0:2 (0:0)– Heimpleite gegen Newcastle, die Mannschaft von Ex-Salzburg-Meistermacher Thomas Jaissle.

Nicht zufrieden war auch ein österreichischer Trainer in der deutschen Bundesliga, mit einem Punkt: Adi Hütter führte mit Eintracht Frankfurt in der Alten Försterei bei Union Berlin 3:1, in der 92. Minute glichen die „Eisernen“ aus.  Hütter begann mit dem neuen Tormann Noah Atobulu, der bereits nach drei Minuten geschlagen war. 51 Sekunden später führte Frankfurt 2:1. Der zweite Treffer fiel durch einen Megapatzer von Ex-Rapidler Leopold Querfeld im Berliner Abwehrzentrum. Nach dem Hattrick des Deutsch-Marokkaners Younis Ebnoutalib lag Eintracht Frankfurt 3:1 voran, fünf Minuten später eröffnete Querfelds Kopftor nach einem Eckball die Union-Aufholjagd mit Happy End. „Wir haben es nicht zu Ende gespielt, ein 3:1 aus der Hand gegeben. Das ärgert mich“, gestand Hütter. Deutsche Medien berichten über Differenzen zwischen ihm und Sportvorstand Markus Krösche über die Kaderplanung. Hütter bestätigte das auf Nachfrage nicht.

Schlechter als Hütter erging es Christian Ilzer mit Hoffenheim: Beim 1. FC Köln zweimal geführt, einen Elfmeter vergeben, aber am Ende hieß es 2:3 (1:0). Als er Österreichs Teamspieler Patrick Wimmer nach 71 Minuten austauschte, führte Hoffenheim noch 2:1. In elf Minuten drehte Köln durch zwei Tore des neuen holländischen Stürmers Thijs Dallinga, einer Leihgabe von Bologna, alles. „Wir haben das Match zu wild werden lassen, das wollten wir verhindern. Köln gewann verdient“, gab Ilzer zu. Wimmer über Hoffenheims Fehler: „Wir hätten nach der 2:1-Führung mehr Ruhe ins Spiel bringen müssen!“ Marcel Sabitzer spielte beim 2:0 (2:0) von Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV ab der 54. Minute, für Mainz war das 0:0 gegen Aufsteiger Paderborn, bei dem Philipp Mwene durchspielte, Stefan Posch nicht zum Einsatz kam, enttäuschend. Die große Sensation schaffte Aufsteiger Elversberg mit einem 3:2 (2:0) gegen Salzburgs Europa-League-Gegner Leverkusen. Elversberg führte bereits nach neun Minuten 2:0, bis zur 77. Minute 3:0. In der 93. Minute verhinderte Elversbergs österreichischer Tormann, Nicolas Kristof, Leverkusens Ausgleich.

Foto: Reuters.

3

Meist gelesen

Nach oben