Fußball

Mit Kapitän Aiwu im „Knackspiel“ an die Schmerzgrenze gehen

Zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff in Klagenfurt wird es für Österreichs U 21 in Aserbaidschans Hauptstadt Baku Ernst. Zum Unterschied vom Nationalteam gibt es noch Chancen auf Platz eins oder zwei in der Qualifikationsgruppe. Die Stimmung ist durch die letzte unnötige 1:3-Niederlage in Finnland zwar etwas gekippt. Trotz mittlerweile elf Ausfällen (vor dem Flug von Linz nach Baku musste auch Admiras Stürmer Marlon Mustapha passen) darf gegen den Außenseiter vier Tage vor dem Schlager gegen Tabellenführer und Favorit Kroatien in Ried nichts passieren. Teamchef Werner Gregoritsch nimmt sich auch kein Blatt vor den Mund, spricht von einem Knackspiel, für das, es Hand aufs Herz, nur eine Devise geben kann: Auf und neben dem Platz jede Sekunde als Team auftreten! Das war das Erfolgsrezept und muss es auch in der heiklen Situation wieder sein.

Die Prinzipien, die die Mannschaft (Jahrgang 2000), im Frühjahr stark machten, müssen wieder mehr forciert werden: „Charakter zeigen und auf die Stärken besinnen“, fordert der Teamchef.-Im Herbst stand ihm  nie die stärkste Mannschaft zur Verfügung. Schmerzhaft, wenn ein wichtiger Spieler wie Patrick Wimmer, der Ex-Austrianer in Diensten von Arminia Bielefeld, zweimal hintereinander ausfällt: „Wir werden uns davon nicht unterkriegen lassen!“ Es liege jetzt an ihm und seinen Assistenten, ein „neues“ Team zu formen und in die Spur zu bringen: „Die Neulinge sind hungrig, wollen sich hier bewiesen, das taugt mir.“

Gregoritsch hat noch drei Legionäre im Kader, die Innenverteidiger David Nemeth (Mainz), Christoph Klarer (Fortuna Düsseldorf) sowie Romano Schmid (Werder Bremen) für die Offensive. Der Jungvater steht sicher in der Verantwortung und weiß: „Wir werden an unsere Schmerzgrenze gehen müssen“. Schon in Baku und erst recht am Dienstag darauf. Im Frühjahr war in Ried ein 6:0-Kantersieg gegen Aserbaidschan gelungen. Für Schmid wird es in Baku bereits das zwölfte Spiel in der U 21, wahrscheinlich an der Seite von drei Neulingen. Alle von der Wiener Austria: Rechtsverteidiger Leonardo Ivkic, im Mittelfeld Matthias Braunöder, im Angriff Muharem Huskovic. Seine Konkurrenten um einen Platz sind Thomas Sabitzer, die LASK-Leihgabe bei WSG Tirol und Luca Kronberger von Admira. Kapitön statt des verletzten Flavius Daniliuc wird Rapids Emanuel Aiwu sein. Und vermutlich im zentralen Mittelfeld spielen.

 

 

 

Foto: ÖFB/Patrick Vranovsky.

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