Fußball

Zahavi führt gegen Arnautovic 6:3! Wer ist der Experte im Anzug?

In den letzten drei Duellen zwischen Israel und Österreich sorgte Eran Zahavi für sechs Tore gegen drei österreichische Torhüter: Drei gegen Heinz Lindner beim 4:2 in Haifa am 24. März 2019, gegen Cican Stankovic den Führungstreffer beim 1:3 im Wiener Happel-Stadion am 10. Oktober 2019, zwei gegen Daniel Bachmann beim 5:2 am 4. September. Die Bilanz des 34 jährigen Zahavi (Bild oben) in Israels Teamdress: 33 Tore in 69 Länderspielen. Das sind vier mehr als Marko Arnautovic für Österreich in 94 Einsätzen gelangen. Gegen die Israelis traf Arnautovic dreimal: Zweimal beim 2:4, einmal beim 2:5. Also führt Zahavi im Vergleich mit Arnautovic in diesen drei Spielen 6:3.  Im Herbst lief es bisher für Arnautovic besser: Fünf Tore in elf Spielen der Serie A für Bologna gegenüber vier von Zahavi für PSV Eindhoven in zwölf Runden der Eredivisie.

Was bringt das vierte Duell zwischen Zahavi und Arnautovic am Freitag Abend inKlagenfurt? Die Oberschenkelprobleme bei Arnautovic, die er seit dem Frühjahr hat, werden laut seiner Aussage geringer. Die enttäuschende WM-Qualifikation dürfe man ihn nicht anlasten, da er nur in drei von bisher acht Spielen dabei war. Die Jagd auf die 45 Treffer des Rekordschützen im Teamdress, Toni Polster, interessiere ihn nicht. Behauptete er zumindest Mittwoch beim Medientermin, bei dem es ihm auf die Frage, wie es dem Geschäftsmann Arnautovic gehe, nach der Versicherung, der Fußball habe für ihn absolut Vorrang, gelang, Werbung für die unter seinen Namen auf den Markt gebrachten Alkoholgetränke zu machen. Er schwärmte von Gin, Wodka und Rum, hoffte auf gute Umsätze im Weihnachtsgeschäft. Dass dies der ÖFB zuließ, ist einmalig in der Geschichte des Nationalteams. Unvorstellbar, dass dies in einem anderen Land möglich wäre. Arnautovic meinte zuvor, vielleicht sei für ihn bald Deadline im Nationalteam, falls ihn der neue ÖFB-Präsident Gerhard Milletich nicht wolle. Wer Milletich kennt, weiß, dass er sich nie in die Aufstellung des Teamchefs, egal wie er heißt, einmischen würde. Aber es wäre die Aufgabe oder sogar die Pflicht von Milletich, dafür zu sorgen, dass Arnautovic beim Team nicht mehr Werbung für seine Alkohol-Geschäfte machen darf.

Als er darauf angesprochen wurde, dass es Kritik an seinen Alkohol-Aktivitäten gibt, antwortete Arnautovic provokant: „Von wem? Von dem Experten im Anzug?“ Tatsächlich kritisierte ihn schon vor einem Jahr Österreichs Jahrhundertfußballer Herbert Prohaska im ORF-Studio. Er steht weiter dazu, weil er die Gefahr sieht, dass Jugendliche das trinken wollen, das ihr Idol Arnautovic so anbietet. Auch wenn die Kritik des Experten im Anzug Arnautovic stört: Prohaska hat das Recht dazu. Nicht nur, weil er damit richtig liegt, sondern weil er mehr für Österreichs Fußball geleistet hat als Arnautovic noch je leisten wird und dabei immer ein Vorbild war. Ob man das von Arnautovic behaupten kann?

 

Foto: Football.org.il.

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