Fußball

Mit Klose verlor der einzige neue Trainer: „Noch lange nicht mein Fussball!“

Dank der Heimspiele von Rapid und Red Salzburg, zu denen 24. 900 Zuschauer kamen, sahen knapp über 42.000 Fans die sechs Spiele der ersten Bundesligarunde, gab es einen Schnitt von rund 7000. 47 Spieler, die in der letzten Saison noch nicht zum Kader zählten, kamen zum Einsatz. Sie sorgten für vier der insgesamt 17 Tore: Freitag Salzburgs Brasilianer mit dem Kracher zum 2:0 beim 3:1 gegen Austria, Samstag Marin Ljubicic zum 3:0 des LASK beim 3:1 gegen Austria Klagenfurt, Konstantin Kerschbaumer mit dem Führungstor von Wolfsberg beim 1:1 gegen Sturm Graz und Sonntag Austria Lustenaus aus der zweite Liga vom Floridsdorfer AC gekommener Bundesligadebütant Anthony Schmid (Bild oben), der der den Aufsteiger beim 2:1 im Westderby gegen den FC Tirol in Führung brachte. Die meisten Tore fielen in Salzburg und Pasching (je vier), die wenigsten, nur eines, in Hütteldorf. Die meisten Neuen waren in grün-weiß bei Rapid in Aktion (sieben), je sechs bei der Wiener Austria und Wolfsberg, je fünf bei Austria Klagenfurt und Altach. Mit nur einem begnügten sich Meister Salzburg (Fernando) und WSG Tirol (der argentinische Stürmer Lautaro Rinaldi). Trainer Thomas Silberberger, nach der Startniederlage auf 200, forderte im Sky-Interview Zuwachs, der so schnell wie möglich kommen soll: „Die Herrschaften brauchen extremen Druck, aber nicht vom Trainer, sondern von guten Kaderspielern!“ Vielleicht muss Tirol sein Dogma, nur ablösefreie Spieler zu holen, überdenken.

Apropos Neue: Bisher schafften der LASK und Wolfsberg den Umbau sicher besser als Rapid. Der einzige neue Trainer, der in der letzten Saison im Amt war, begann mit einer bitteren Niederlage. Weltmeister Miroslav Klose verlor mit Altach bei Hartberg 1:2 (0:1). Dafür sorgte mit dem Ex-Schalker Donis Advidaj der einzige Spieler, dem in den Startrunde ein Doppelpack gelang, der daher auch die Torschützenliste anführt. „Wir sind noch lange nicht so weit, dass wir meinen Fußball spielen“ analysierte Klose, „wir bekommen die Tore zu einfach, haben den Ball und finden nicht die Lösung. Sind auch nicht geduldig genug, um den Gegner in Bewegung zu halten!“ Hartberg hätte in der ersten Hälfte schon für klare Verhältnisse sorgen können. Dennoch bezeichnete Klose sein Debüt in der Bundesliga als schön: „Es ist das, was ich mir erhofft habe, Profitrainer zu sein und das genieße ich!“

Leider gab schon in der Startrunde zwei Schwerverletzte: Bei Rieds Niederlage musste vor der Pause Nikola Stosic mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen werden, Tirols Youngster Stefan Skrbo erlitt nach einem Eintausch in Lustenau einen Beinbruch.

Foto: Gepa Admiral.

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