Fußball

Mit Lustenaus Aufstieg ist Markus Mader eine „Trainerausnahme“

Letzte Saison fast in die Regionalliga West abgestiegen, jetzt nach zwei Saisonen Rückkehr in die Bundesliga: Das schaffte Austria Lustenau mit dem 2:1 (1:0)-Heisieg im ausverkauften Reichshof-Stadion. Nach Schlusspfiff stürmten begeisterte Lustenau-Fans den Rasen.  Der 24 jährige Sambia-Stümer Jack Lahne erzielt das 1:0, der gleichaltrige Franzose Sascha Delaye verwandelte einen Elfmeter zum 2:1 und zum Aufstieg. „Am Ende haben wir das souverän gelöst,ich kann es einfach nicht glauben“, jubelt Kapitän Mathias Maak. Damit ist Vorarlberg in der Bundesliga wieder mit zwei Klubs (Altach und Austria Lustenau) vertreten, wird es zwei Ländle-Derbys geben. Und ist Markus Mader zugleich eine österreichische Trainerausnahme: Weil er der bisher Einzige ist, der zweimal mit dem gleichen Klub den Aufstieg schaffte. Darauf ist er unheimlich stolz, weil das alles andere als ein Selbstläufer war: „Ein unglaubliches Erlebnis“.

Aber zur Wahrheit gehört auch, dass Austria Lustenau von der Einstellung des Spielbetriebs von Stripfing im Herbst profitierte Alle zuvor erzielten Ergebnisse wurden annulliert Dazu zählten in der Runde ein 3:3 gegen Lustenau und zwei Runden später ein 1:3 gegen St. Pölten. Damit wurden St. Pölten zwei Punkte „weggenommen“, die am Ende fehlten St. Pölten wurde nach dem 1:0 (0:0) gegen Hertha Wels zum Abschluss nur mit einem Punkt Rückstand Zweiter. Aber sich auf die „Causa Stripfing“ auszureden, wie es Tormann Christoph Knett tat, wäre zu billig. Trainer Cem Sekerlioglu tat es nicht, was für ihn spricht, hatte die drei 0:0 im Finish der Saison als Begründung parat.

Niederösterreich hat also nächste Saison wieder keinen Verein in der Bundesliga. St. Pölten wird sie anders als zu Beginn dieser Saison mit der „Mission Aufstieg“ als Ziel beginnen. Die Admira, die mit dem 1:0 gegen den Floridsdorfer AC Platz drei holte, auch? Wie man hört, steigt der Schweizer Martin Bellenbach als Investor ein. Das ist er auch beim tschechischen Spitzenklub Viktoria Pilsen. Auch bei Hartberg und beim Regionalligaklub Lafnitz ist er dabei. Das muss nicht unbedingt ein Grund zum Jubel sein. Denn wer auf Dellenbachs Gelder angewiesen ist, der muss den Holländer Percy van Lierop in einer führenden sportlichen Funktion akzeptieren. Das hat aber noch nirgendwo richtig funktioniert Angefangen von seiner Zeit bei Red Bull Salzburg (2012/13) über Ajax Amsterdam, FC Basel,  Hartberg, Lanitz, die Akademie Obersteiermark bis zuletzt in Ungarn bei Haladas Szombathely.

Absteiger in der zweiten Liga gibt es durch das Ende von Stripfing, die Insolvenz von Austria Klagenfurt und keinen sportlich qualifizierten Aufsteiger aus der Regionalliga Ost keinen. Das bedeutete die Rettung für Schwarz-Weiß Bregenz.

 

Foto: APA/Dietmar Stipovsek.

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