Fußball

Muss die Bundesliga wegen des neuen TV-Vertrags vor Gericht?

Einen Tag nach der Bestellung von Franco Foda zu Österreichs neuem Teamchef mit den drei Stimmen der Bundesliga ließ auch die aufhorchen: Mit der TV-Revolution zu Gunsten von „Sky“ ab der Saison 2018/19 bei der neuen Zwölferliga samt Play-off auf vier Jahre hinaus. Weil der Pay-TV-Sender für Exklusivität, sprich alle Rechte, viel mehr als bisher  auf den Tisch zu legen bereit war. Von 35 Millionen an aufwärts. Bei Foda läuft einstweilen bei seinem Einstand im Trainigslager Marbella vor seinem ersten Spiel gegen Urugauy am Dienstag im Happel-Stadion am kommenden Dienstag alles in ruhigen Bahnen ab, macht nur der schleppende Vorverkauf Sorgen. Der neue Fernsehdeal sorgt hingegen für Betriebsamkeit hinter den Kulissen, könnte der Bundesliga sogar  eine Klage einbringen. Bei der sogenannten Bundes-Wettbewerbsbehörde.

In Deutschland hat das  Bundeskartellamt der Bundesliga untersagt,  alle TV-Rechte in Bausch und Bogen  an eine Station zu  verkaufen, was in Österreich passieren soll. Da sind im Free-TV noch ARD und ZDF  im Spiel, brauchen die Fans in Sachen Pay-TV erstmals Abos bei Sky und Eurosport, um alle Bundesligaspiele live sehen zu können. Es wird immer komplizierter. Nicht nur Sky und Eurosport, auch Dazn und Amazon sind im deutschen Markt, wodurch alles teurer wird. Eurosport-Boss Peter Hutton prophezeite, dass es in den nächsten Jahren noch komplizierter werden wird. Die Aufsplitterung geht in ganz Europa voran und es wird sich noch mehr aufsplittern. Die Entwicklung wird kaum aufzuhalten sein. Soviel Sport im Free-TV wie in Deutschland oder  auch in Österreich  gibt es nicht in anderen Ländern.

„Die Rechte werden künftig so ausgeschrieben, dass mehrere Sender den Zuschlag bekommen müssen“ behauptet Hutton. Das ist auch der Grund, warum sich Dazn und Sky ab nächster  Saison die Champions League aufteilen können.  In Österreich passierte das diesmal nicht. Bleibt das ohne Konsequenzen? Es gibt Überlegungen der Verlierer, die Bundes-Wettbewerbsbehörde anzufufen, um eine Entscheidung herbeizuführen, ob alle Rechte in einer Hand sein dürfen. Logischerweise in erster Linie beim  ORF. Offiziell bestätigt das niemand. Die Auskunft vom Wiener Küniglberg: Es wird derzeit einiges geprüft. Auch Varianten, wie man ganz ohne Bundesliga über die Runden kommen könnte: „Wir lassen uns sicher etwas einfallen“, versprach ORF-Sprotchef Hans Peter Trost.

Für das Free-TV blieben nach derzeitigem Stand vier Livespiele pro Saison sowie Highlight-Sendung. Aber wegen der  müsste auch noch einiges zu klären sein:  Nach derzeitigem Stand sind die Liga und Sky nur bereit, pro Match drei Minuten Highlights zuzulassen. Das bereits ausjudizierte Recht auf die sogenannte freie Berichterstattung umfasst pro Spiel 90  Sekunden. Der Unterschied macht daher nur 90 Sekunden aus. Wofür die free-TV-Sender wohl nicht viel Geld in die Hand nehmen werden. Höchstens für entscheidend mehr als drei Minuten. Zumal es das Argument gibt, dass bei nur drei Spielen am Tag insgesamt neun Minuten Highlights nicht genügend Stoff für eine Fußball-Sendung hergeben.Welche Free-TV-Sender Interessen an den Highlights aus der Zwölferliga haben werden, ist  derzeit das Thema von vielen Gerüchten in der Szene. Der ORF ja, Puls 4 vielleicht, auch bei Servus-TV in Salzburg soll es plöttzlich neue Überlegungen geben, stärker als bisher in die Bundeligaberichterstattung einzusteigen.  Daher soll man beim „Sky“-Experten Andi Herzog vorgefühlt haben, ob er sich einen „Transfer“ vorstellen kann.

 

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