Fußball

Nach dem Wald im Wörthersee-Stadion bekommt Klagenfurt bis 2022 das Cupfinale

Derzeit verärgert das Kunstprojekt „For Forest“ die Kärntner Fußballfans. Ein Mischwald aus 299 rund 14 Meter hohen Bäumen am Spielfeld des Wörthersee-Stadions statt im Oktober und November die  Europa League-Gruppenspiele von Wolfsberg gegen AS Roma, Basaksehir Istanbul und Borussia Mönchengladbach. Das Interesse an dem Wald im Stadion hält sich nämlich bisher in sehr überschaubaren Grenzen. Schon bei der Eröffnung war eigentlich nur die VIP-Tribüne einigermaßen besucht. Man kann es als schlechtes Gewissen bezeichnen, dass Autobusse für Wolfsburger Fans zu den drei Partien ins Ausweichstadion nach Graz gratis sind, weil sie auch vom Land Kärnten finanziert werden.

So überraschend es für das Land und die Klagenfurter Stadtväter offenbar kam, dass sich Wolfsberg erstmals für die Gruppenphase der Europa League qualifizierte, so sehr erwischte sie auch der derzeitige Höhenflug von Austria Klagenfurt am falschen Fuß. Das sicher nicht  uninteressante Heimspiel in der zweiten Runde des Uniqa-Cups am 24.September gegen Sturm Graz muss daher auf dem Trainingsplatz vor dem Wörther-See-Stadion, der den schmucken Namen „Karawanken-Blick“ erhielt, gespielt werden. Vor nur knapp mehr als 2000 Zuschauern. Das Interesse daran wäre sicher größer. Und als einen Schlag ins Gesicht muss es der Klagenfurter Zweitligist auch empfinden, dass es selbst nach dem Ende des angeblich so epochalen und wichtigen Kunstprojekts „For Forest“ Probleme geben wird. Denn am Tag der letzten Runde der zweiten Liga, am 24.Mai 2020, an dem es für Austria Klagenfurt in Heimspiel gegen Wacker Innsbruck nach derzeitigem Stand durchaus um den Aufstieg gehen könnte, findet im Wörthersee-Stadion ein Konzert der deutschen Rockgruppe „Rammstein“ statt. Damit fällt der Heimvorteil weg. Kommentar überflüssig.

Aber für das österreichische Cupfinale, das bereits siebenmal in Klagenfurt ausgetragen wurde, bewarb sich die Kärntner Landeshauptstadt doch und bekam Freitag vom Präsidiums des ÖFB den Zuschlag für drei Jahre von 2020 bis 2022. Nachdem wegen massiver Sicherheitsbedenken der Wiener Polizei gegen die geplante Austragung des Cupfinales 2019 in der neuen Generali-Arena der Austria wegen der Paarung Red Bull Salzburg-Rapid es zur Verlegung nach Klagenfurt gekommen war, lösten ÖFB und die Austria den bis 2021 laufenden Vertrag über den Endspielort, der wegen des Cupsponsors Uniqa für einen Tag „Viola Park“ geheißen hätte.

Der ÖFB schrieb das Endspiel für die nächsten drei Jahre neu aus. Es bewarben sich außer Klagenfurt noch Innsbruck und Wien. Die Hauptstadt mit drei möglichen Austragungsorten (Happel-Stadion, Rapids Allianz-Stadion in Hütteldorf und die Generali-Arena der Austria). Die Wahl auf einen sollte erst fallen, sobald die Finalpaarung feststeht. Mit dieser neuen Variante konnte sich das ÖFB-Präsidium nicht anfreunden. Klagenfurt hat schon durch die größere Zuschauerkapazität Vorteile gegenüber dem Innsbrucker Tivoli. In Innsbruck könnten nur 16.008 Zuschauer das Cupfinale sehen, in Klagenfurt 30.000. Ein Argument, das zieht.  Die Zuschauerzahlen der letzten drei Endspiele im Wörthersee-Stadion: 2017 20.200 bei Rapids 1:2 gegen Red Bull Salzburgs, 2018 27.1000 beim 1:0 von Sturm Graz über Salzburg, heuer am 1.Mai 24.200 bei Salzburgs 2:0 über Rapid. ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold. „Klagenfurt bewies bereits, dass hier stimmungsvolle Endspiele ausgetragen werden können.“

Foto: ÖFB.

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