Fußball

Nach Rekordtransfer bedankte sich Glasner beim Präsidenten

Mit der Kritik an der defensiven Transferpolitik von Crystal Palace hielt sich Oliver Glasner in den letzten Monaten mit wenigen Ausnehmen vornehm zurück. Als Samstag der Rekordtransfer in der Klubgeschichte des Londoner Traditionsvereins fixiert war, der Cupsieger stolz das Engagement des in Jamaika geborenen 42fachen walisischen Teamstürmers Brennan Johnson (Bild) vermeldete, bedankte sich der Erfolgstrainer öffentlich bei Klubpräsident Steve Parish für das Tempo bei der Verpflichtung. Umgerechnet 40,11 Millionen Euro kostete es, dass Crystal Palace Glasners Wunsch nach Verstärkungen für die Offensive erfüllte. Auch Brentford zählte zu den Bewerbern um Johnson, aber Crystal Palace setzte sich durch. Und bekam den Mann, der letzte Saison Tottenham zum Sieger der Europa League machte und damit in die Champions League brachte, weil er im Endspiel von Bilbao das Goldtor zum 1:0 gegen Manchester United erzielte. Beim neuen Tottenham-Trainer Thomas Frank zählte das wenig. Bei ihm kamen in der Stürmerhierarchie der Brasilianer Richarlison, der letzten Sommer von West Ham gekaufte Ghanese Mohammed Kudus und der von Paris St. Germain geliehene Franzose Randal Kolo Muani vor Johnson.

Das achte seiner 42 Länderspiele bestritt Glasners neue Offensivhoffnung gegen Österreich. Das war im März 2022 ein Kurzauftritt im Play-off um das WM-Ticket in Cardiff. Wales gewann 2:1, beendete die Amtszeit von Teamchef Franco Foda, schaffte erstmals seit 1958 die WM-Teilnahme. Bei der Endrunde in Katar gab es keinen Sieg. Johnson wurde sowohl beim 1:1 gegen die USA, dem 0:2 gegen den Iran und dem 0:3 gegen England als Joker bracht, gegen die Engländer in der kompletten zweiten Höfte statt des verletzten Kapitäns Gareth Bale. Johnson hat auch eine Chance auf die WM-Teilnahme 2026: In den Play off hat Wales im März das Heimrecht gegen Österreichs Gruppengegner Bosnien.

Für Glasner steht außer Diskussion, dass Johnson schon Sonntag im Auswärtsspie gegen Newcastle, dem Duell um Platz zehn ein Thema sein wird, ebenso am Mittwoch darauf im Selhurst-Park gegen Aston Vila. „Er ist schnell, hat seinen Torinstinkt bewiesen, das bringt uns neue Möglichkeiten in der Offensive“. Die Crystal Palace sicher nötig hat. Denn Ismailia Sarr bleibt weiter beim Afrika-Cup in Marokko, weil er mit Senegal Sonntag im Achtelfinale den Sudan 3:1 besiegte und damit unter den letzten acht steht.

Foto: Crystal Palace.

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