Nur ein Punkt aus den letzten drei Spielen, nur elf aus den ersten sieben Runden: Die 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen Meister Sturm Graz, der bis zur 59. Minute auf seinen Spielmacher Otar Kiteishvili verzichtete, prolongierte vor nur 10.983 Zuschauern das Tief von Red Bull Salzburg fünf Tage vor dem Einstieg in die Europa League gegen den portugiesischen Spitzenklub FC Porto. So droht die dritte Saison hintereinander ohne Titelgewinn, auch wenn das Los für das Cup-Achtelfinale ein Heimspiel gegen WG Tirol brachte. Auch wenn die rote Karte für Soumalia Diabate für einen Tritt gegen Maurice Malone nach 22 Minuten Sturm natürlich in die Karten spielte: Es passt von hinten nach vorne bei den „Bullen“ nicht. Schon die Aufstellung irritierte: Der bosnische Jungteamspieler Kerim Alajbegovic, der als einer von wenigen bisher passable Leistungen zeigte, musste auf die Bank, kam erst in der zweiten Hälfte für Yoube Vertessen. Sturm kontrollierte das Geschehen, ging kurz vor der Pause durch Tomi Horvat in Führung, erhöht nach 50 Minuten durch Seedy Jatta auf 2:0, wobei der im Somemr neu verpflichtete Salzburg-Abwehrchef Jacob Rasmussen nicht zum erste Mal alles andere als gut aussah. Erst nach einer Stunde kam Salzburg zu Chancen auf den Anschlusstor, die Edmund Baidoo vergab, aber Sturms Trainer Jürgen Säumel bemerkte durchaus zurecht: „Dass Salzburg etwas besser ins Spiel kam, hatte mit uns zu tun. Weil wir mit der sicheren Führung den Nachdruck vermissen ließen.“
Etwas seltsam, dass Trainer Thomas Letsch die Gesamtheit zwar als nicht gut aber auch nicht alarmierend empfand: „Wir sind uns in der Situation bewusst, es ist völlig normal, dass ich in der Kritik stehe!“ Sportchef Rouven Schröder, der Letsch als Nachfolger für Pepijn Linders (jetzt Assistent von Pep Guardiola bi Manchester City) aussuchte, meinte: „Die Gruppe ist gefragt, der Trainer ist gefragt und ich bin natürlich auch gefragt!“ Das war er schon in den letzten zwei Transferzeiten, in denen einiges schief lief. Samstag gab Schröder im „Sky“-Interview zu: „Rapid hat den besten Kader!“ Das ist ein Eingeständnis eigener Fehler!
Für Wolfsberg-Trainer Didi Kühbauer war es nur die Schuld seiner Mannschaft, dass mit dem 2:2 (2:1) gegen Hartberg in der Südstadt nach zweimaliger Führung zwei Punkte liegen blieben. Anders bewertete sein Kollege, Manfred Schmid, Hartberg ersten Punkt im dritten und vielleicht letzten „Heimspiel“ in der Südstadt, bezeichnete ihn als hochverdient. Cupsieger Hartberg hat im Achtelfinale beim Zweitligist Amstetten sicher eine lösbare Aufgabe, Sturm Graz muss in die Südstadt zu Admira, Hartberg im zweiten Bundesligaduell zu Blau Weiß Linz.
Foto: Red Bull Salzburg/Schaad.