Fußball

Nicolas Polster ist schon ein Thema für Europas Topligen

Ohne seine Rettungstaten würde Wolfsberg vielleicht schon als Absteiger feststehen, hätte keine Chancen mehr, in den letzten drei Runden den Klassenerhalt zu schaffen. Auf diese Art gelang Nicolas Polster Werbung in eigener Sache zu machen. Um zu den drei Torhütern in Österreichs Aufgebot für die Weltmeisterschaft zu gehören, anderseits für seine Zukunft Es gibt einige Statistiken, wonach der 23 jährige mit dem Fuß bessere Werte als europäische Spitzentorhüter hat. Keiner kann besser „mitspielen“ als er. Und dabei sagt man, das beste Alter für einen Torhüter beginne erst mit 30. Je mehr Erfahrung, desto besser.

Polster begann im Rapid-Nachwuchs. Als ihm klar war, dass eher Niklas Hedl forciert wird als er, zog er die Konsequenzen. Wechselte zum Leidwesen der Frau Mama mit 17 nach Linz zum LASK, wo es auch keine Chance gab, Nummer eins zu werden. Er war Kooperationsspieler bei Vorwärts Steyr und Horn in der zweiten Liga, ehe ihn Wolfsberg im Sommer 2024 um 300.000 Euro kaufte. Weil der damalige Trainer Didi Kühbauer von seiner ersten Ära beim LASK von Polster, den er im Training beobachtete, überzeugt war. In Kärnten setzte sich Polster durch:  Bisher 65 Einsätze, davon 57 in der Bundesliga, in denen er 73 Tore kassierte, dazu Cupsieger. Sein Marktwert steht inzwischen bei zwei Millionen. Der Vertrag läuft noch ein Jahr.  Wäre keine Überraschung, sollte Wolfsberg im Sommer Polster zu Geld machen.

Da er bei einer internationalen Agentur (SPOCS) unter Vertrag steht, gibt’s bereits erste Interessenten. Eintracht Frankfurt, Leverkusen und der VfB Stuttgart, bei dem es eher unwahrscheinlich  ist, dass Bayern-Leihgabe Alexander Nübel nächste Saison noch die Nummer eins ist, erkundigten sich nach ihm. St. Etienne, derzeit in Frankreich nur in der zweiten Liga, und Besiktas Istanbul signalisierten auch Interesse. Hinter Polsters auffälligen Leitungen steckt auch viel Arbeit, sprich Zusatztraining. Er engagierte auch einen Mentalbetreuer. Aber vorerst zählt nur, mit Wolfsberg in der Bundesliga zu bleiben und bei der WM dabei zu sein. Erst danach stellt sich die Frage, für wen Polster in der kommenden Saison Punkte retten wird.

Foto: Gepa/Admiral.

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