Fußball

Noch nie war ein Sieg auf Zypern so wichtig wie im 41. Spiel unter Rangnick!

So viele österreichische Fans wie noch nie zuvor bei den drei Spielen des Teams auf Zypern: 1700 Fans werden im Alphamega-Stadion von Limassol sein, um den vierten österreichischen Sieg auf der Mittelmeerinsel zu feiern. Das wäre auch der bisher wichtigste, weil das Duell Finalcharakter hat. Drei Punkte könnten schon das WM-Ticket bedeuten, wenn am Abend Bosnien das Heimspiel gegen Rumänien nicht gewinnt. Dann wäre Rangnick nach dem 41. Länderspiel unter seiner Regie durch den 24. Sieg bei nur zehn Niederlagen auf einer Ebene mit Helmut Senekowitsch, Karl Stotz, Josef Hickersberger und Herbert Prohaska: Senekowitsch führte das Team nach 20 Jahren Pause zur WM 1978 nach Argentinien, Stotz zur WM 1982 in Spanien, Hickersberger zur WM 1990 in Italien, Prohaska zur WM 1998 in Frankreich. Diesmal ist die Pause noch drei Jahre länger als damals bei Senekowitsch.

Prohaska war auch der Teamchef beim letzten österreichischen Sieg auf Zypern. Das war 1998 beim 3:0 in Larnaka. Samstag wird er als ORF-Experte aber nicht in Limassol sein, sondern das Spiel vom ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg analysieren. Damit ließ sich der ORF die Chance entgegen, die Gratulation von Prohaska an den Teamchef, der als erster nach ihm Österreich zur WM brachte, mit den Kameras einzufangen. Die Möglichkeit hätte sich vielleicht am Flughafen in Larnaka ergeben. Denn vor dem geplanten Abflug nach Wien eine habe Stunde in Mitternacht ist das Match in Zenica zwischen Bosnien und Rumänien schon vorbei.

Erstmals bereitete sich das Team eine Woche auf Zypern vor. Das machte wegen der Temperaturen, die sogar noch ein Bad im Mittelmeer ermöglichten, durchaus Sinn: „Bisher ging alles sehr gut, wir hatten Superbedingungen“, zeigte sich Rangnick zufrieden. Die Startelf stand für ihn schon Mittwoch fest, in der Formation ließ er dann die letzten zwei Tage trainieren. Bis auf die gesperrten David Alaba und Philipp Mwene stehen alle zur Verfügung, auch bei Xaver Schlager sieht Rangnick keine Probleme, ihn von Beginn an zu bringen, weil er voll mit der Mannschaft trainierte. Ob er es tut, wird sich zeigen. Seine Aufstellung wollte Rangnick natürlich wie üblich nicht seinem zypriotischen Kollegen Apostolos Mantzios verraten. Zypern ist daheim in der Qualifikation ungeschlagen, schaffte gegen Bosnien und Rumänen jeweils nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Rangnick: „Wir müssen an unser  Leistungslimit kommen. Bisher gewannen wir fast immer, wenn uns das gelungen ist!“

Das WM-Ticket ist sozusagen das Letzte, was dieser Spielergeneration um David Alaba noch fehlt. Zweimal war sie bei der Europameisterschaft dabei, die WM-Qualifikation gelang in drei Anläufen nicht. Aber anders als bisher hat das Team jetzt vor den letzten zwei Spielen als Tabellenführer mit zwei Punkten Vorsprung alles selbst in der Hand. Klar, dass alle die komfortablere Lösung bevorzugen, wie Marcel Sabitzer versicherte: Samstag alles fixieren, um  Dienstag im ausverkauften Happel-Stadion gegen Bosnien ohne den ganz großen Druck ein schönes Spiel zu haben, eine WM-Party zu feiern!

 

 

Foto: Alphamega.

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