Fußball

Nur Weimann hat schon in Cardiff gewonnen: „Es wird sehr laut!“

Für einige Spieler in Österreichs Kader gibt es nur noch eine Chance, bei einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Heuer im November und Dezember in Katar. Die Auslosung ist am 1. April. Um in Katars Hauptstadt Doha aus dem vierten und letzten Topf gezogen werden, muss Österreich Donnerstag in Cardiff gegen Wales gewinnen. Aber auch dann weiß am Tag der Auslosung noch einer, ob es zur ersten WM-Teilnahme seit 1998 reichen wird. Das wird erst zwei Monate später im Finale der Play offs entschieden.

Für Salzburgs 36 jährigen Kapitän Andreas Ulmer bedeutet Katar sicher die letzte Chance auf eine WM-Teilnahme. Im November werden Marko Arnautovic und Stefan Ilsanker 33 sein, das wird sich für die WM 2026 nicht mehr ausgehen. Eher noch für den dann 32 jährigen Tormann Heinz Lindner. Italiens Nationalheld Dino Zoff wurde 1982 mit 40 Weltmeister. Auch Aleksandar Dragovic wäre in Katar 32 Jahre alt, Stefan Lainer, Martin Hinteregger, David Alaba und Andreas Weimann nur ein Jahr jünger. Er hat als einziger des Kaders schon im Cardiff City Stadium gewonnen. In dieser Saison 2:1 mit Bristol und dabei beide Treffer erzielt. Cardiff ist von Bristol nur etwa 45 Minuten entfernt, daher werden Donnerstag Weimanns Frau, Schwiegervater und Schwager auf der Tribüne sitzen.

Werden sie ihn auch in Aktion sehen? Der Sonntag, als er nach sieben Jahren wieder zum Team kam, fühlte sich für ihn ein bisschen wie der erste Schultag an. Er glaubt, in den letzten zwei Tagen öfters in seiner Muttersprache geredet zu haben als in den letzten fünf Jahren. In den Trainings versuchte er sich dem Teamchef anzubieten und aufzudrängen. Für ihn spricht die bisher beste Saison seiner Karriere mit den meisten Toren. Nach einer, in der er nach einem Kreuzbandriss praktisch Zuschauer war. Die Steigerung führt Weimann auch auf eine neue Position zurück. Nicht mehr am Flügel, sondern zentral, hinter den zwei Spitzen. Die wird es aber Donnerstag vermutlich nicht geben. Weil Österreich nur mit einer Spitze beginnen wird.

Weimann kennt aus der Championship, der zweiten Liga, zwölf Spieler aus dem Waliser Kader als Gegner. Die kommen von Tabellenführer Fulham, dem Zweiten Bournemouth, von Huddersfield, Sheffied United, Nottingham, Stoke, Portsmouth und Cardiff. Mit einem, Joe Morrell, spielte er früher zusammen, er ist jetzt bei Portsmouth. Die Mittelfeldspieler Rubin Colwill, Will Vaulkes und Mark Harris sind die „Lokalmatadore“, Cardiff liegt auf Platz 17 unter 24 Klubs. „Es wird ein sehr lauter Abend, man kann durchaus von einem Hexenkessel reden“, prophezeite Weimann, „seit der Europameisterschaft 2016 steht das Team bei den Waliser Fans hoch im Kurs!“

Foto: FC Bristol.

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