Fußball

Nur zwei Sätze ohne Dank für Arnautovic! „Persilschein“ von Foda

Montag war  Einkaufstag in Chinas größer Stadt Shanghai. Sowohl bei Meister Shanghai SPIG als auch beim Stadtrivalen Shenhua. Titelverteidiger SPIG, der von der Hafengesellschaft der 26 Millionen-Metropole finanziert wird, sicherte sich mit Marko Arnautovic einen Österreicher, der kleinere Shanghai-Klub mit dem 26jährigen Stephan El Shaarawy einen italienischen Teamstürmer von AS Roma. Um 20 Millionen Euro Ablöse. Arnautovic war um fünf teurer. Damit aber um 30 Millionen und mehr billiger als seine künftigen brasilianischen Mitspieler  Oscar und Hulk.  Kolportiertes Jahresgehalt für den Italiener: 15 Millionen Euro. Kolportiertes Wochengehalt für den vier Jahre älteren Österreicher: 223.000 Euro, doppelt so viel wie  bei West Ham. Das macht ein Monatssalär von 892.000 Euro, einen Jahresverdienst von 10,7 Millionen. Wenn´s stimmt, also klar weniger als der neue Star des Shanghai Shenhua.

Wie groß der Ärger bei West Ham über Arnautovic und seinen Bruder Danijel ist, zeigte schon die Bekanntgabe des Transfers: Knappe zwei Sätze ohne der sonst üblichen Höflichkeitsfloskel mit Dank für alles, was er für den Klub getan hat, usw.  Bei den Fans war ihr einstiger Liebling Arnautovic schon nach dem Transfertheater im Winter samt Vertragsverlängerung unten durch, auf die in zwölf Spielen der Premier League nur drei Tore folgten. Und die in den letzten zwei Runden. Der zweite China-Wunsch vom Arnautovic-Clan sorgte dann auch in der Chefetage  für die Überzeugung, Arnautovic los zu werden. Das berühmte Motto vom Ende mit Schrecken, das besser ist, als ein Schrecken ohne Ende. Shanghai SIPG ist der zehnten Klub in der Karriere von Arnautovic, der an Transfergeldern bisher 60 Millionen Euro „bewegte“.

Die Arnautovic-Zukunft in Sachen Österreichs Nationalteam? Man kann davon ausgehen, dass er am 6. September in Salzburg gegen Lettland sein 82. Länderspiel bestreiten wird, das erste als Shanghai-Legionär: „Marko bleibt ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft“, sagte Teamchef Franco Foda, den Arnautovic über seinen China-Transfer stets am laufenden gehalten hatte. Also vorerst eine Art „Persilschein“, der allerdings nicht halen wird, sollte die Reisestrapazen samt Jetlag Arnautovic mehr zusetzen als Marc Janko in seiner Zeit als Sydney-Legionär. Den Transfer von der stärksten Liga in Europa in die um Klassen schwächere chinesische Super League wollte Foda nicht kommentieren: „Das ist seine Entscheidung, die es zu akzeptieren gilt.“

 

Foto: © WestHam United Media.

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