Fußball

Ösi-Doppelkopf oder Höhenflug mit Hoheneder und Hosiner

Nicht nur der  LASK zeigt auf. Auch ehemalige LASK-Spieler liefen mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Zeit in Linz Schlagzeilen. Wie Niklas Hoheneder. Wer erinnert sich noch an den 1,90 Meter großen Abwehrspieler? 2009 verließ er die Linzer, spielte danach bei Sparta Prag, in Wien bei der Austria, in der zweiten deutsche Liga bei Karlsruhe, RB Leipzig, Paderborn und Holstein Kiel, jetzt in der dritten beim Chemnitz. Ist dort Kapitän. Und erzielt sogar Siegestore.  Wie beim 1:0-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft von Bayern München, die drei Spieler aufbot, die schon in der Bundesliga eingesetzt wurden.  Damit ist Chemnitz, im Herbst lange Zeit Letzter, in diesem Jahr ungeschlagen, holte aus fünf Spielen elf Punkte. Die Bilanz der letzten 15 Partien: Sachs Siege, sieben Unentschieden, nur zwei Niederlagen. Trotzdem liegt Chemnitz nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz.

„Bild“ schrieb trotzdem von einem Höhenflug mit Hoheneder (Bild oben links) beschrieb das  Tor als „Ösi-Doppelkopf“. Weil Torjäger Philipp Hosiner per Kopf die Vorarbeit leitete und Abwehrchef Hoheneder den Ball nur noch einnicken musste. Sein erstes Tor in der Saison: „Es kommt nicht ftp vor, dass mein Name allein auf der Anzeigetafel steht“, gab er lächelnd zu. Zuletzt passierte dies vor sechs Jahren im Dress von RB Leipzig in Fürth. Bevor er dorrt bei einem Horrorsturz viel Glück hatte, mit einer Halswirbelstauchung davonkam, aber dennoch monatelang ausfiel.

Mit Chemnitz geht es aufwärts, seit Hosiner aus Graz von Sturm kam. 15 Tore erziele er, dazu hat er vier Assists. Gegen Bayern hätte es noch einer mehr sein können, aber der von ihm vorbereitete Sitzer zum 2:0 bleib ungenützt. Hosiner gewann doch das Duell gegen Bayerns Torjäger Kwasi Wiedt, der die Schützenliste der dritten Liga mit zwei Treffeern Vorsprung auf den Burgenländer anführt. Hosiner fühlt sich in Chemnitz wohler als in Graz, weil er das Gefühl hat, dass sich sehr viel um ihn dreht, das Spiel auf ihn zugeschnitten ist. Wiedt sah vor der Pause die rote Karte, was als zumindest umstrittene Entscheidung der Scheidsrichterin Riem Hussein galt.

„Wir haben jetzt genug Selbstvetrauen, eine breite Brust“, behauptete Hoheneder. Die Münchner Woche geht für ihn und den seit Oktober mit dem Schwester des ehemaligen Austria-Spielers Lukas Rotpuller verheirateten Hosiner Samstag weiter: In der bayrischen Metropole gegen die „Löwen“ von 1860 München im alten Stadion an der Grünwalder Straße. 900 Fans werden Chemnitz begleiten. Für einen Abstiegskandidaten der dritten Liga eine stolze Zahl.

 

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