Ehemalige Fußballgrößen wie der Brasilianer Ronaldo, der Italiener Francesco Totti, der Bulgare Hristo Stoitschkov und der Amerikaner Alexis Lalas verkündeten Samstagabend den genauen Spielplan der WM im nächsten Jahr. Der entsprach anders als die Auslosung nicht ganz den österreichischen Vorstellungen: Drei Spielorte, zwei Partien gehören zu den insgesamt 43 der Vorrunde, die erst nach Mitternacht beginnen. Der Start am 17. Juni gegen Jordanien in San Francisco um 6.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, in Kalifornien um 21.00 Uhr am Tag zuvor. Der Hit gegen Weltmeister Argentinien beginnt am 22. Juni in Dallas um 19 Uhr, in Texas genau um 12 Uhr Mittag. Der Anstoß gegen Algerien erfolgt am 28. Juni um 4.00 Uhr MEZ, in Kansas am 27.Juni um 21.00 Uhr. Das bedeutet auch: ServusTV kann beim Duell gegen Lionel Messi mit viel besseren Einschaltzahlen rechnen als der ORF gegen Jordanien und Algerien.
Alle Partien gehen in Stadien von Football-Clubs in Szene. Das San Francisco Bay-Area-Stadium (Bild) für 71.000 Zuschauer ist die Heimat der San Francisco 49ers, das AT&T-Stadium in Dallas für 94.000 Zuschauer gehört den Dallas Cowboys, bei denen „Wembley-Toni“ Fritsch eine Legende ist, im Arrowhead-Stadium für 73.000 tragen die Kansas Chiefs ihre Heimspiele aus. Das neue Stadion in Arlington bei Dallas hat ein Dach und ist klimatisiert, wodurch eine Hitzeschlacht bei Temperaturen über 30 Grad verhindern kann.
ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold, Sportchef Peter Schöttel, Teamchef Ralf Rangnick und sein Assistent Lars Kornetka flogen noch Samstagabend nach San Francisco, um in der Umgebung mit der Suche nach dem „Base Camp“ zu beginnen. Die Flugzeit von San Francisco nach Dallas beträgt dreieinhalb Stunden, nach Kansas vier Stunden und fünf Minuten. Bis 9. Jänner müssen die Quertierpläne der FIFA bekanntgegeben werden, eine Woche später bekommt man Bescheid, ob die Wünsche erfüllt werden. Zwei argentinische Teamspieler gewannen Samstag zum ersten Mal die Krone in der Major Soccer League: Topstar Lionel Messi und Rodrigo de Paul, sein „Leibgendarm“, gewannen mit Inter Miami in Fort Lauderdale das Endspiel um die „Krone“ in der Major League Soccer gegen die Vancouver Whitecaps mit der Bayern München-Ikone Thomas Müller 3:1 (2:1). Messi gab die Vorlagen zum 2:1 von de Paul in der 71. Minute und zum 3:1 in der 96. Minute.
Foto: Reuters/Darren Yamashiti.