Fußball

Ohne Alaba! Gegen Bayern trifft Ronaldo fast immer

David Alaba fehlte wegen seiner Rücken-und Obrschenkelbeschwerden Dienstag im Abschlusstraining  von Bayern München für den Champions League-Kracher gegen Titelverteidiger Real Madrid. Und wenn sein Trainer Jupp Heynckes bei seinen Gewohnheiten, nur topfite  Spieler aufzubieten bleibt, dann wird der österreichische Klasseverteidiger  Mittwoch Abend so wie auch im Viertelfinale gegen den FC Sevilla fehlen. Pech für den ehrgeizigen Alaba. Der nur von der Tribüne der ausverkaufte Allianz-Arena beobachten wird können, ob es Bayern besser als in den letzten Partien gegen das weiße Ballett gelingt, deren Topstar Cristiano Ronaldo zu kontrollieren. Gegen Bayern erzielte er in sechs Spielen neun Tore. Nur gegen Juventus gelang ihm eines mehr. Aber auch in sieben Partien.

Unglaublich,welche Rekorde der 33jährige Portugiese schon aufgestellt hat. Er traf jetzt in elf Champions League-Spielen hintereinander. Als bisher einziger Spieler. Erzielte mit 120 Treffen die meisten in der Geschichte der Königsklassse. Mit 17 die meisten in einer Saison (2013/14). Hat gemeinsam mit dem Barcelona-Star Andres Iniesta und dem Holländer Clarence Seedorf am öftesten die Champions League gewonnen, nämlich viermal. Ronaldo traf als einziger Spieler in drei Finalspielen der Champions League. Auch als einziger in allen sechs Partien der Gruppenphase. Aber vor allem in der k.o.-Phase ist er treffsicher.

Also in München der zehnte Treffr gegen Bayern? Gegen die ist der Europameister immer besonder heiß. Zweimal traf er im Semifinale 2012, als im Bernabeu-Stadion Bayern München über den Aufstieg gejubelt hatte. Ronaldo erzielte beim 2:1 Reals beide Tore, das Elferschießen gewann dann Bayern.  Beim 4:0-Triumph Reals am 29.April 2014 beim Semifinale in München traf Ronaldo zum 0:3 und 0:4. Im Viertelfinale 2017 bezwang  er bei Reals 2:1 in München Manuel Neuer zweimal. Im Bernabeu-Stadion, wo dann Real nach Verlängerung gewann, sorgte er für die Tore zum 1:1, 2:2 und 4:2, als er auch  von elementaren Fehler des ungarischen Schiedsrichters Viktor Kassai profitierte. „Ich habe Ronaldo eigentlich noch nie schwach gesehen“, gab auch Bayerns Präsident Uli Hoeneß zu, „aber wir sind sicher besser als vor einem Jahr.“

Der Grund dafür hat einen Namen: Jupp Heynckes, der 1998 mit Real Madrid die Champions League gewonnen hatte, dann aber gehen musste,weil er nicht auch Meister geworden war. Der in seiner Zeit bei Leverkusen die Kariere des heutigen Mittelfeldlenkers von Real, Weltmeister Toni Kroos, in die Sour brachte. Seit Heynckes am 9. September bei Bayern wieder übernahm, begannen die Spekulationen, ob er zum zweiten Mal nach 2013 mit Bayern das Triple schaffte. Die Hoffnungen stiegen ständig an. Die Bestandsaufnahme? Thomas Müller viel besser in Form als letztes Jahr, die Innenverteidiger Jerome Boateng und Mats Hummels sind nicht angeschlagen, Robert Lewandowski ist topfit. Vor einem Jahr fiel er im ersten Spiel aus, quälte sch im zweiten mit Schmerzen in der lädierten Schulter. Heynckes sah in Real zwar eine Topmannschaft, „aber wir sind auch nicht schlecht“. Und zu den vielen Fragen, wie man Ronaldo stoppen könnte bemerkte er nur ganz locker: „Real wird sich auch fragen, wie man Lewandowski am Tore schießen hindern kann.“

Der Pole sorgt auch für zusätzliche Brisant, will er zu Real Madrid übersiedeln will, sich diesmal mit dem Israeli Pini Zihavi einen neuen Berater nahm, der zu Reals Chefetage sehr gute Kontakte unterhält. Aber bisher hat Reals Trainer Zinedine Zidane nicht ja zum Polen gesagt. Zidane gilt für Bayerns Kolumbianer James die Reizfgur: Dem will er es zeigen, dass er ihn zu Unrecht sozusagen aussortiert hatte. Bayern lieh James bis 2019 um 13 Millionen aus, kann ihn dann um 42 endgültig kaufen. Der Referee bedeutete ein gutes Omen für Bayern: Immer wenn bisher der Holländer Björn Kuipers pfiff, verloren die Bayer nicht. Allerdings war Kuipers auch der Schiedsrichter gewesen, 2014 in Lissabon das Finale gegen Atletico Madrid gewonnen hatte.

 

 

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