Sechs Tage vor dem Hinspiel in der Qualifikation zur Conference League gegen Liepaja in Lettland überprüfte die Austria vor 900 Zuschauern in der Generali-Arena gegen Paski, den Dritten der ungarischen Liga, ihre Form. Das gelang beim 4:1 (1:0) resultatmäßig sehr gut. Die Einschränkung: Paksi machte es speziell in der zweiten Hälfte der Austria zu leicht, schien sich eher für das Duell gegen Panathinaikos Athen in der zweiten Qualifikations-Runde zur Conference League zu schonen. So ähnlich sah es auch Austrais Trainer Stephan Helm: „Wir haben unser Level über 90 Minuten gehalten, womit ich zufrieden bin. Die Ungarn fielen eher zurück“.
Weil Aleksandar Dragovic nur in den letzten 30 Minuten spielte, Philipp Wiesinger und Joe Handl ebenso wie Mittelfeldspieler Philipp Maybach angeschlagen sind, zuletzt nicht im Mannschaftstraining dabei waren, begannen im 3-4-2-1 mit Ibrahim Buhari und dem Deutschen Jonas Feddersen zwei Neuzugänge gemeinsam mit dem Südkoreaner Kang Hee Lee als Innenverteidiger. Die Offensivrollen hinter der einzigen Spitze Johannes Eggestein übernahmen Sanel Saljic und U-17-Vizeweltmeister Vasilje Markovic. Die zweite gute Aktion der Austria über Markovic und Eggestein führte zur Führung durch Saljic (Bild). Die anderen Tore fielen nach der Pause: durch Kapitän Manfred Fischer nach idealer Vorarbeit des starken Markovic zum 2:0, durch Heimkehrer Moritz Wels nach Assist von Julian Hettwer zum 3:1 und durch den Deutschen Hettwer selbst nach Pass von Reinhold Ranftl. Zwischen drittem und viertem Tor lagen nur drei Minuten, beide Male war die ungarische Abwehr praktisch nicht existent. Wels und Hettwer ersetzten nach einer Stunde Florian Wustinger und Saljic, insgesamt setzte Helm 19 Spieler ein. Nur Torhüter Samuel Sahin Radlinger, Ranftl und Fischer wurden nicht ausgetauscht.
Ried besiegte den deutschen Drittligisten Rot-Weiß-Essen 3:0 (1:0), das erste und dritte Tor gingen auf das Konto der Neuzugänge Jaedin Rhodes und Papa Sissoko, das 2:0 erzielte Eghosa Aisowieren. WSG Tirol unterlag Zweitligist Hertha BSC Berlin nach der 2:1-Pausenführung durch Ola-Adebomi und Nils Baden-Fredriksen noch 2:3, beklagte am meisten die Verletzung von David Jaunegg , der mit der Rettung ins Spital gebracht wurde. Wolfsberg fertigte Zweitligist Kapfenberg 6:1 (3:0) ab, alle Tore vor der Pause schossen neue Offensivspieler. Die ersten zwei Giacomo Vrioni, das dritte der Ex-Admiraner Sky Schwarz.
Foto: Yigit Örme.