Fußball

Slowene Vincic pfeift Finale: Yamal trifft auf sein Idol Messi

Das Duell um Platz drei gilt als das unwichtigste in der Fußball-WM. So wie in vergangenen Jahren gilt das auch diesmal am Samstag in Miami für Frankreich gegen England.: „Ein Match, das keiner will“, gab auch der wie erwartet nach dem 1:2 gegen Argentinien hart kritisierte englische Teamchef  Thomas Tuchel zu. Es wird eine Frage eines mentalen Kraftakts: Wer wird besser mit der Enttäuschung, nicht ins Finale gekommen zu sein, fertig? Für die Kapitäne Kylian Mbappe und Harry Kane geht es noch um den Titel des WM-Torschützenkönigs. Die Aussichten für Mbappe, der ex aequo mit Lionel Messi Erster ist, sind besser als die für Kane, der bisher sechs Tore erzielte, zwei weniger als Messi und Mbappe.

Klar, dass alles, was rund um das Finale Spanien – Argentinien passiert, mehr interessiert. Etwa die Wahl des Schiedsrichters. Es wird einer aus Europa sein: Der 46-jährige Slowene Slavko Vincic, dessen Highlight bisher vor zwei Jahren das 2:0 von Real Madrid im Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund in Wembley war. Wie erwartet wird US-Präsident Donald Trump in New Jersey erstmals bei der WM auf der Tribüne sitzen, gemeinsam mit FIFA-Buhmann Gianni Infantino den Pokal überreichen. Die Pause im Finale wird länger als die üblichen 15 Minuten dauern, weil eine Halbzeitshow mit Kanadas Superstar Justin Bieber, der Ikone Madonna, Shakira und Burna Boy nicht in 15 Minuten passt. Laut Regelwerk darf die Halbzeitpause 15 Minuten nicht überschreiten, Infantino wird auch das außer Kraft setzen.

Die Runde macht, seit die Finalpaarung feststeht,  ein rund 19 Jahre altes Bild. In dem ein junger Mann ein Baby in einer Plastikwanne badet. Dabei lächelt. Im Finale sehen sie sich wiedeer: Lionel Messi als Kapitän von Titelverteidiger Argentinien, Lamine Yamal als spanischer Jungstar. Aufgenommen hat das der spanische Fotograf Joan Monfort im Dezember 2007 für einen UNICEF-Kalender. 20 Spieler des Barcelona wurden zusammen mit Kindern fotografiert. Yamal wurde Messi zugeteilt, dem aufstrebenden Jungstar. Er badete das Baby gemeinsam mit Lamals Mutter, wickelte es dann in ein Handtuch: „Messi wusste anfangs nicht, wie er den Kleinen halten sollte“, erinnert sich Monfort. Die Fotos tauchten erst vor zwei Jahren auf, als sie Yamals Vater vor Spaniens EM-Viertelfinale gegen Deutschland auf Instagram zeigte. Mit dem Text „der Beginn zweier Legenden!“

Ihre Karrieren waren ja ähnlich. Beide kommen aus der legendären Barcelona-Akademie La Masia, wuchsen bereits im Teenager-Alter zu Stützen. Auch in den Nationalteams. Beide spielen in Deutschland ihr erstes großes Turnier: Messi die WM 2006, Yamal die Europameisterschaft 2024. Messi gilt als großes Idol von Yamal, der mit Barcelona dreimal Meister und zweimal Cupsieger, mit der Nationalmannschaft Europameister wurde und die Nations League gewann. Messi holte mit Barcelona 35 Titel, mit Paris St. Germain drei, mit Inter Miami einen, verteidigt den WM-Titel.

Foto: Joan Monfort/AP/dpa.

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