Fußball

Pep Guardiola führt gegen Thomas Tuchel 4:2

Englisches Finale in der  Champions League am Samstag Abend im Estadio Dragao von Porto vor 16.000 Zuschauern. So wie 2019 in Madrid, als Liverpool der Favoritenrolle mit dem 2:0 gegen Tottenham gerecht wurde. Diesmal ist Meister Manchester City gegen Chelsea der klare Favorit. Der Gewinn des Henkelpotts 13 Jahre nach der Übernahme des Traditionsklub durch die Scheichs aus Abu Dhabi wäre das Ende eines langen Wegs: Seit damals feierte der Klub mehr Titel als in der  128 jhrigen Vereinsgeschichte zuvor. 2011 gab es im FA-Cup den ersten Titelgewinn seit 1969, 2012 folgte der erste Meistertitel. Bis Pep Guardiola nach einer Bayern-Zeit als Trainer 2018 einstieg, kamen noch zwei dazu. Mit Guardiola gewann Manchester City 2019 das nationale Triple (Meister, FA-Cup, League-Titel), 2021 überlegen die Premier League. Aber der Spanier wurde geholt, um erstmals in der Champions League die  „Citizens“ zurm großen Triumph zu führen. Vier Anläufe scheiterten, vor einem Jahr beim Finalturnier in Lissabon im Viertelfinale an Olympique Lyon. Wonach nicht zum ersten Mal Vorwürfe an Guadriola laut wurden, dass er in entscheidenden Spielen bei der Suche nach der  „Übertaktik“ oft falsche Entscheidungen treffe.

Guardiola hat mit Barcelona 2009 und 2011 die Königsklasse gewonnen. Dass er nach zehn Jahren Pause wieder im Endspiel vertreten ist, hat er auch dem internationalen Sportgerichtshof CAS zu verdanken: Hätte der nicht die UEFA-Sperre von Manchester City für die Champions League wegen Verstoßes gegen den „Financial Fair Play“ mangels an Beweisen aufgehoben, hätte der Bewerb ohne Manchester City stattgefunden. Guardiolas Gegenüber Thomas Tuchel steht zum zweiten Mal hintereinander im Endspiel: Vor einem Jahr verlor er mit Paris St. Germain gegen Bayern München 0:1.  Guardiola gegen Tuchel hieß es bisher bereits sieben Mal. Fünfmal in Deutschland, zweimal in England. In Deutschland bezog Guardiola dabei keine Niederlage, schug mit Bayern Mainz 4:1 und 2:0, Borussia Dortmund mit 5:1 sowie im Pokalfinale nach Elfmeterschießen. Mit Dortmund schaffte Tuchel ein 0:0. Seit er Chelsea im Jänner übernahm, schlugen die „Blues“ Manchester City im Semifinale des FA-Cups 1:0, in der Premier League auswärts 2:1. Guardila führt gegen Tuchel  4:2.  Legendär sind die Erzählungen über ein Treffen der beiden vor sechs Jahren im Münchner Restaurant Schumann´s. Tuchel pausierte nach dem Abschied aus Mainz für eine Saison, beide redeten stundenlang über ihre Vorstellungen, Philosophien und Planspiele in Sachen Taktik. Zeigten am Tisch mit Salz- und Pfefferstreuern die richtige Positionierung der Spieler. Alles wurde hin- und hergeschoben. Einer, der beim Salzstreuer-Gipfel dabei war, meinte dazu: Auf philosphischer Ebene haben sich Cicero und Sokrates ausgetauscht.

Manchester City kassiert am Weg ins Finale nur vier Gegentore. Aber auch Chelsea Defensive funktioniert. Vor allem dank des 1,97 Meter großen Senegal-Tormanns Eduard Mendy, der in den elf Champions League-Spielen, in denen er zum Einsatz kam, nur dreimal bezwungen wurde. Vier deutsche Legionäre sind in Porto dabei: Bei City mit Ilkay Gündogan, der beste Torschütze in dieser Saison (17 Treffer), der zudem 92 Prozent seiner Passes zum Mitspieler brachte. Er musste das Abschlusstraining wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel beenden. Sein Ausfall würde Guardiola hart treffen. Bei Chelsea soll ein deutscher Innenverteidiger (Antonio Rüdiger) Gündogan-Tore verhindern, sind die Kreativspieler Kai Havertz und Timo Werner in Sachen Toren gefordert. Werners klare Ansage: „Es wäre für Deutschland besser, mit drei Champions League-Siegern in die Europameisterschaft zu gehen als mit nur einem!“

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