Fußball

Die neuen Pläne: Pfingsten statt 16. Mai, nur 13 Runden im Herbst!

Großer Frust quer durch die zweite Liga, neue Hoffnung in der Bundesliga. Die Stimmungslage am Tag nach der Hauptversammlung  und dem in unerwarteter Deutlichkeit abgelehnten Aufstockungsantrag von Ried und Austria Klagenfurt. Andere Zweitligisten wie Austria Lustenau vermissen Konzepte für die nächsten Saison. Matthias Imhof, der deutsche Sportchef von Austria Klagenfurt, behauptete, es fehle eben der nötige Weitblick, um Entscheidungen zu treffen, die für die langfristige Attraktivität des Fußballs in Österreich sorgen. Da muss man dem selbstbewussten Herrn aber schon entgegnen, dass sich die Attraktivität von Austria Klagenfurt vorerst auf das Wörthersee Stadion beschränkt.  Außerdem stellt sich die Frage, ob die kurze Zeit bis September reichen würde, um ein neues Ligaformat mit 14 Vereinen seriös zu planen. Bei der Zwölferliga dauerte dies schon um einiges länger.

Die dringlichste Aufgabe bleibt sicher, für die Fortsetzung der laufenden Saison zu sorgen. Das wird bei der Bundesliga leichter möglich sein als bei der in sich zerstrittenen zweiten Liga, Die neun der 16 Vereine, die für einen Abbruch plädieren und darauf vertrauen, im Herbst werde alles besser, unterliegen einem schweren Irrglauben. Mit dem sie eigentlich die ganze Liga und auch ihren Fortbestand in Frage stellen. Freitag tagte die neue Arbeitsgruppe der Bundesliga um Vorstand Christian Ebenbauer (Bild oben), auf die eine Menge Arbeit wartet, erstmals mit Austrias Sportvorstand Peter Stöger und einem Mediziner, verhandelte mit Vertretern von Gesundheits-und Sportministerium. Ein erstes Signal wär, nicht nur Austria Lustenau, sondern der  kompletten zweiten Liga die Erlaubnis für Training auf Rasen zu geben. Nicht erst am 15.Mai, sondern sofort. Dagegen gibt es kein vernünftiges Argument. Und eines der von Gesundheitsminister Rudolf Anschober immer wieder fälschlich genannten Privilegien für Fußballer wäre das sicher nicht.

Vor dem ersten Besprechung zwischen Liga und Ministerien in der vergangenen Woche galt noch der 16. Mai als Termin für den Neustart mit dem Cupfinale zwischen Red Bull Salzburg und Austria Lustenau. Aktuell ist dies der Samstag, in dem in Deutschland wieder der Ball rollen wird. In Österreich ist dies derzeit um zwei Wochen verschoben. Auf Pfingstsamstag, den 30.Mai. Am Mittwoch darauf, am 3.Juni, soll das Play-off der Bundesliga beginnen, bis Juli beendet sein. Auch mit der Behauptung, die Zeit dränge nicht, liegt Anschober falsch. Es gibt schon erste Überlegungen in der Liga für die Saison 2020/21: Start erst im September, nur 13 der 32 Runden im Herbst. Um möglichst wenige Geisterspiele zu heben. Da nach Auskunft vieler Experten mit einem Impfstoff gegen Corona erst 2021 zu rechnen ist, könnte man erst in diesem Jahr wieder auf Spiele mit Publikum hoffen. Die sollen bereits im Jänner starten. 2021 wäre wegen der Europameisterschaft im Juni der Termindruck groß. Da müsste bis Mitte Mai alles andere erledigt sein.

„Wir spielen auf Bewährung“, meinte der deutsche Liga-Geschäftsführer Christian Seifert. Ein Satz, der auch für Österreich gilt. Hier klappte aber der Doppelpass zwischen Liga und Spielergewerkschaft besser als beim großen Nachbarn, bei dem jetzt Bedenken von Spielern gegen den Beginn der Geisterspiele mit 16. Mai laut werden, die fürchten, ihre Gesundheit auf´s Spiel zu setzen. In Österreich gab  es bereits Ende März eine Umfrage der Gewerkschaft VdF, in der bis auf WSG Swarovski Tirol alle Mannschaften für die Fortsetzung der Saison plädierten. Die  Einwände der Spieler des Aufsteigers sind inzwischen auch nicht mehr existent, wie man von Stefan Maierhofer letzten Montag bei Servus TV hören konnte.

Foto: Bundesliga.

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