Fußball

Rangnicks Vorgänger Franco Foda hat keine Stürmersorgen

Freitag beginnt für Ralf Rangnicks Vorgänger Franco Foda mit dem Kosovo im ausverkauften St.Jakob-Park von Basel mit dem Prestigeduell gegen die Schweiz die WM-Qualifikation. Die weiteren Gegner sind Schweden und Slowenien. Foda führte mit seinem Salzburger Assistenten Robert Ibertsberger (Bild) und Altachs Co-Trainer Atdhe Nuhiu, der zu aktiven Zeiten 19 Länderspiele für den Kosovo bestritt, den Kosovo hinauf in die Nations League B, in der auch Österreich verblieb. Die erste WM-Qualifikation wäre aber ein Wunder, das Foda und Ibertsberger nicht für ausgeschlossen halten: „Wir müssen mit vielen Spielern erst reden und verhandeln, bevor sie sich entschliessen, für den Kosovo zu spielen!“ erzählte Ibertsberger, der seit drei Jahren in der Bundesliga keinen Trainerjob bekam. Die letzte Station war Ried, wo er nach elf Spielen gehen musste, weil die Qualifikation für die Meistergruppe um einen Punkt verpasst wurde. Zuvor waren ihm bei Wolfsberg, der Wiener Austria und St. Pölten die „Rettugsmissionen“ in Sachen Klassenerhalt und Europacupplatz gelungen. Jetzt ist er gemeinsam mit  Foda und Nuhiu voller Tatendrang.

Aus Österreichs Bundesliga ist LASK-Routinier Valon Berisha ein Fixstarter. Auch der Ex-Austrianer Vesel Demaku wäre einer, wenn er nicht vor zwei Wochen bei Altach einen Schlüsselbeinbruch erlitten hätte. Die Chancen des Kosovo, 2026 erstmals bei der WM dabei zu sein, sind viel geringer als die von Österreich, obwohl  Foda anders als Rangnick keine Stürmersorgen hat. Mit dem in Deutschland geborenen 26 jährigen Edon Zhegrova, den Juventus Turin am letzten Tag der Transferzeit um 15,5 Millionen Euro von Lille, wo er in 107 Spielen26 Tore erzielt hatte,  kaufte. Der zweite Stümer, auf den Foda und Ibertsberger setzen, ist der Ex-Austrianer Fisnik Asllani, der bei Hoffenheim vor zwei Wochen sein Bundesligadebüt feierte und beim Sieg in Leverkusen mit Tor und Assist „man of the match“ war. Zu den Leistungsträgern gehört auch Napolis Abwehrchef Amir Rrahmani.

Zwischen der Schweiz und dem Kosovo gab es in bisher drei Partien keinen Sieger. Die vierte in Basel wurde noch brisanter, weil sich der Schweizer Nachwuchsteamspieler Leon Avdullahu der den FC Basel zum Schweizer Double geführt hatte, kurzfristig für de Kosovo entschied und Freitag debütiert. Das erste Heimspiel in Prishtina gegen Schweden zeigt die Außenseiterrolle: Die Schweden kommen mit ihren Millionenstürmern aus der Premier League, mit Alexander Isak (Liverpool) und Viktor Gyökeres (Arsenal). Isak sorgte Montag mit 145 Millionen Ablöse für einen englischen Rekordtransfer. Er und Gyökeres haben zusammen einen Marktwert von 195 Millionen, der von Zhegrova und Asllani ist mit 33 und 162 Millionen geringer.

 

 

Foto: ffk-kosova.com/fotobyhofer.

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