Fußball

Rapid erkämpfte sich das doppelte Glück

Erstmals seit April 2018 ein Happy-End für Rapid-Kapitän Stefan Schwab im roten Auswärtsdress bei den Grün-Weißen in Mattersburg – 3:2 (1:1) mit dem Ausgleich mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch das siebente Saisontor von Taxiarchis Fountas, Siegestreffer durch ein Eigentor von Mattersburg-Legionär Victor Olatunji. Allein in dieser Situation war doppeltes Glück notwendig. um nicht wieder zwei Punkte liegen zu lassen wie eine Runde zuvor in Hütteldorf beim 3:3 gegen Hartberg. Rapid-Trainer Didi Kühbauer war die Erleichterung anzusehen: „Wir haben dieses Glück verdient, weil wir zweimal einen Rückstand aufgeholt, alles erzwungen haben!“ Dem konnte man nicht widersprechen. Aber die Rapid-Ikone Hans Krankl legte für Kühbauer die Latte aus dem „Sky“-Studio gleich wieder etwas höher. Platz zwei hinter Salzburg heißt die Vorgabe. Zumindest bis Sonntag ist Rapid vor Wolfsberg Dritter.

Ohne Happy End hätte es sicher Vorwürfe an Kühbauer geben. Die nachvollziehbar gewesen wären. War es wirklich notwendig, wieder drei Innenverteidiger, damit eine Fünferabwehr, bei einer Mannschaft aufzubieten, die in dieser Saison nicht gerade für ihre Heimstärke bekannt war? Die Aufstellung des zuletzt wirklich nicht überzeugenden Aliou Bajdi als eine von zwei Spitzen war der robusten Spielweise der Burgenländer geschuldet, ihrer bekannten Stärke bei Standards, daher irgendwie plausibel. Badji wurde auch im eigenen Strafraum benötigt. Aber es schien, als sollte die Rapid-Taktik für Mattersburg aufgehen, es die dritte Niederlage beim dritten Spiel dieses Jahres im Pappel-Stadion geben. Durch einen Ex-Rapidler: Die Flanke von Andreas Kuen, an die keiner der drei Innenverteidiger herankam führte zur Mattersburger Führung durch Andreas Gruber. Und zwei Minuten nach der Pause traf der in seinen vier grün-weißen Saisonen vom Verletzunsgpech verfolgte Tiroler aus 23 Metern mit 92 Stundenkilometern zum 2:1. So stand es bis zur 69. Minute.

Ehe mit Christopher Dibon einem der Innenverteidiger mit seinem ersten Saisontor nach einem Lattenköpfler von Badji das 2:2 gelang. Drei Minuten später zeigte Kühbauer seinen Siegeswillen, als er mit Max Hofmann einen Innenverteidiger für Flügleflitzer Kelvin Arase „opferte“. Der wirklich noch für neuen Schwung gegen die viel zu passiven Burgenländer sorgte. Zentimeter fehlten zu seinem Siegestor, das dann in der 90.Minute nach dem 14. Eckball Rapids (davon elf in der zweiten Hälfte) mit doppeltem Glück fiel: Weil nach der Faustabwehr von Mattersburgs Tormann Markus Kuster der Schussversuch von Filip Stojkovic bei seinem Bundesligadebüt völlig missglückte. Aber der Ball flog zu Christoph Knasmüllner, dem Assistgeber zum 1:1. Sein Schuss prallte von Olatunji ins Eck, womit der vierte Auswärtssieg Rapids perfekt war „Wir haben bewiesen, dass wir eine starke Mannschft sind, die ein Match drehen kann“, behauptete Knasmüllner. Gegen Hartberg Ausgleich in der 96. Minute, gegen Mattersburg Segestreffer in der 90.Minute.

Wa auch notwendig. Denn jetzt kann man sich eigentlich nicht mehr vorstellen, dass sich der grün-weiße Horror aus der letzten Saison wiederholt, Rapid nicht unter die ersten sechs kommt.  Kühbauers Behauptung, dass Raid jetzt besser dasteht ist daher zulässig. Nach der Länderspielpause warten mit Wolfsberg und Meister Red Bull Salzburg zwei Mannschaften gegen die es schwerer sein wird, dies unter Beweis zu stellen als in Mattersburg.

 

Foto: SK Rapid Wien Media (@red_ring_shots).

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