Fußball

Rapid gegen den Supergau – aber Katzer macht es weiter Spaß

Für Ried sind es zwei Bonusspiele, die Play-off-Duelle gegen Rapid um einen Europacupplatz am Freitagabend im Innviertel und am Pfingstmontag in Hütteldorf, für das Donnerstag 10.000 Karten verkauft waren.  Bei  Rapid ist es umgekehrt. Alle wären lieber schon im Urlaub, aber jetzt gibt es die zwei Malus-Spiele, die den Super-GAU verhindern zu sollen, dass es nicht einmal zur Qualifikation für die Conference League reicht. Sportchef Markus Katzer weiß zwar, dass es viele Themen gibt, über die man nachdenken muss, versicherte aber, dass ihm Rapid weiter Spaß macht, obwohl seine dreieinhalb Jahre bisher alles andere als wirklich erfolgreich waren. Von verfehlter Personalpolitik will er nichts wissen, er habe viele Sachen in der Pipeline, wie er es ausdrückte. Das klingt fast nach einer gefährlichen Drohung.

In Ried verlor Rapid das erste Spiel mit Hoff Thorup als Trainer im Jänner 0:3. Das bedeutet das k.o. im  Cupviertelfinale. Damals jubelte Ried über zwei Tore des Abwehrriesen Niki Havenaar und eines des Ex-Rapidlers Ante Bajic (Bild), brachte Rapid vor allem über Standardsituationen in Verlegenheit. FReitag wird sich zeigen, ob Thorup daraus die richtigen Schlüsse gezogen hat. Er sah die Leistungen der letzten drei Partien, die allesamt nicht gewonnen wurden und die Saison daher verlängerten, nicht so schlecht. Für den Dänen werden es auch Spiele der Wahrheit. Ob sich Rapid besser präsentiert als vor vier Monaten. Thorup hatte damals erklärt, Rapid müsse im April ud Mai in Topform sein. Den Ergebnissen nach, hat er das wirklich nicht geschafft, er sah trotzdem Fortschritte. Große waren es auf keinen Fall. Ein Lichtblick: Kapitän Matthias Seidl ist nach seiner Sperre wieder dabei. Für Linksverteidiger Jannes Horn ist die Saison hingegen beendet. Die Nachwirkungen eines Fouls von Austrias Reinhold Ranftl bei Rapids dritter Derbypleite in dieser Saison.

Ried war zuletzt 2012 noch unter dem viel zu früh verstorbenen Paul Gludovatz im Europacup dabei, schied in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League aus. Die gute Stimmung wurde durch die Ankündigung von Trainer Maximilian Senft getrübt, die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag zu ziehen, um zum Zehnten der zweiten deutschen Liga, zum Karlsruher SC, zu wechseln. Es wäre keine Überraschung, sollte der Nachfolger ein Oberösterreicher sein und Gerald Scheiblehner heißen. Der 16-Tore-Stürmer Kingstone Mutandwa könnte den Unterschied für Ried ausmachen, Thorup glaubt nicht daran: „Tore in der Qualifikationsgruppe schießt man leichter als in der Meistergruppe!“ Die Sambia-Perle traf aber schon im Grunddurchgang. Das erste Play-off-Finale ist via TV nur bei Sky zu sehen. Als Experte ist mit dem Assistenten von Kosovos Teamchef Franco Foda, Robert Ibertsberger, ein ehemaliger Ried-Trainer im Einsatz.

Der GAK zog die 250.000 teure Option auf den Kauf des 22-jährigen Innenverteidigers Beres Owusu bei Zweitligist St. Etienne.  Dahinter steckt auch die Hoffnung, den Franzosen teurer weiterverkaufen zu können. Die erste Neuerwerbung könnte Mittelfeldspieler Peter Michorl sein. Der 31 jährige war zuletzt zwei Saisonen in Griechenland bei Atromitos Athen, zuvor von 2015 bis 2024 beim LASK.

Foto: ÖFB/Gepa.

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