Fußball

Rapid hat durch Derby-Eklat einen Schaden in Millionenhöhe

Erst am kommenden Montag wird sich der Senat eins der Bundesliga mit dem durch den Rapid-Fansektor verursachten Pyrotechnik-Eklat bei der 0:2-Derbyniederlage bei der Austria beschäftigen. Aber es steht außer Diskussion, dass die Bewährungsstrafe, die es für Rapid und Austria nach dem 343. Derby im September 2024 gab, für Grün-Weiß schlagend wird: Sperre der Fantribüne und von zwei Sektoren auf der gegenüberliegenden in drei Spitzanspielen. Die wird erstmals am 8.März gegen Red Bull Salzburg in der letzten Runde des Grunddurchgangs gelten. Und das bedeutet sicher mehr als 8000 der insgesamt 28.000 Plätze weniger und daher ein Einnahmenverlust in sechsstelliger Höhe. Mal drei ergibt das einen Millionenschaden, zu dem noch eine sechsstellige Geldstrafe für die Vorfälle am Sonntag kommen. Für Abonnenten in einem der gesperrten Sektoren müssen andere Plätze gefunden werden.

Rapid-Präsident Alexander Wrabetz bedauerte und distanzierte sich Montag in aller Deutlichkeit von den Vorfällen, für die er eine „kleine Minderheit“ der Anhängerschaft verantwortlich machte. Man werde mit den Behörden zusammenarbeiten, um zur Identifizierung jener Personen, die Böller oder Leuchtraketen abfeuerten, beizutragen. Als erste konkrete Konsequenz wird Rapid bis auf Weiteres davon Abstand nehmen, die 1600 Karten für den Gästesektor anzufordern. Wrabetz appellierte zum Zusammenhalt: „Nur gemeinsam wird es möglich sein, den aktuellen sportlichen Negativlauf zu stoppen und in eine positive Zukunft zu gehen!“  Derzeit gibt es aber keine Zeichen, dass es bald eine positive Zukunft geben könnte. Martin Ndzie wird in dieser Saison nichts dazu beitragen können: Er wurde wegen der am Sonntag erlittenen Knieverletzung von Teamarzt Lukas Brandner bereits am Meniskus operiert, fällt mehrere Monate aus. Bisher war der Kamerun-Legionär ein Transferflop.

Im Schatten des Rapid-Eklats soll es bei Tabellenführer Red Bull Salzburg zu einer Diskussion um Trainer Thomas Letsch gekommen sein. Der gilt nach nur einem Punkt aus den ersten zwei Runden in diesem Jahr vor dem Duell um Platz eins am Sonntag beim Zweiten LASK als angezählt. Daher könnte sich Sportchef Marcus Mann schon nach arrivierten Alternativen umsehen. Offiziell hat Letsch natürlich seine volle Unterstützung.

 

 

 

Foto: Yigit Oerme.

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