Fußball

Rapid muss weiter verjüngen: Oswald als „neuer“ Verteidiger erste Wahl

Rapids Verjüngung geht weiter, wenn auch gezwungenermaßen. Der 21 jährige Mittelfeldspieler Moritz Oswald wird im Frühjahr erste Wahl als Rechtsverteidiger sein. Weil der 27 jährige Slowake Martin Koscelnik mit einem Seitenbandeinriss im Knie, erlitten beim Training, wochenlang fehlen wird, der 32 jährige Thorsten Schick mit einer Schambeinentzündung sogar auf unbestimmte Zeit, höchstwahrscheinlich länger als Koscelnik. Rapids Eigengewächs Oswald ist durchaus zuzutrauen, diese Chance zu nützen. Eine Alternative zu ihm wäre der noch zwei Jahre jüngere Pascal Fallmann. Aber der absolviert derzeit seinen Grundwehrdienst beim Bundesheer, kann nach aktuellem Stand Samstag nicht mit ins Trainingslager nach Belek fliegen. In der Türkei wird Rapid für ein paar Tage auch auf den Erzrivalen Austria und den LASK mit Ex-Rapid-Trainer Didi Kühbauer treffen.

16 Bundesligaeinsätze liegen bisher hinter Oswald. Auffällig waren vor allem die im letzten Frühjahr bei den zwei Heimniederlagen gegen Red Bull Salzburg. Gegen den Meister war Oswald erstmals in der Startelf gestanden. In dieser Saison war dies nur dreimal passiert. Zweimal im Juli in der Qualifikation zur Europa League gegen Lechia Gdansk, einmal im August bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen den LASK in der Bundesliga. Das waren damals die „wilden“ Rotationszeiten von Ex-Trainer Ferdinand Feldhofer mit acht Umstellungen. Dass Oswald als Verteidiger gute Leistungen bringen kann, das zeigte er Ende September bei Werner Gregoritsch in Österreich U 21 bei den Siegen gegen Montenegro (5:1) und Wales (2:0) auf der Hohen Warte. Danach stoppte ihn ein Bändereinriss im Sprunggelenk. Im November spielte er wieder. Zweimal bei Rapid II in der zweiten Liga, einmal in der U 21 beim 1:1 in Kroatien.

„Ein interessanter Spieler, der sich gut entwickelt hat“, sagt Trainer Zoran Barisic über Oswald. Für ihn beginnt Mittwochabend bei Rapids erstem Vorbereitungsspiel gegen Donaufeld vielleicht ein neues Kapitel am Weg nach oben. Spielt er so, wie er es kann, dann wird es für Koscelnik und Schick schwer, Oswald nochmals zu verdrängen.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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