Fußball

Rapid zahlt erstmals 120.000 Euro Zinsen an 1500 Fans

Die Herbstsaison ist vorbei. Sturm erstmals  seit 1998, als Trainer Franco Foda noch Abwehrchef in der Ära von Trainerguru Ivica Osim war, Herbstmeister. Dank der längsten Erfolgsserie aller  zehn Klubs im Herbst – zehn Spele ohne Niederlage. So etwas gelang den Grazern zuletzt vor neun Jahren.  Erstmals überhaupt ind er Ligageschichte eroberte eine Mannschaft aus Vorarlberg, Altach, Platz eins. Andere Höchstwerte: Kein Team hatte so  viel Ballaktionen  im gegnerischen Strafraum wie Meister Salzburg  (529), nur die Austria traf in jedem Spiel. In 81 Prozent der Partien gab es einen Sieger, der höchste Anteil seit 1999. Und die Statistik macht Sturm Hoffnung: Seit Einführung der Dreipunkteregel beendete in 21 Saisonen 13mal der Herbstmeister auch die komplette Saison als Erster. Die Realität, sprich das Potenzial im Kader ,spricht aber für Salzburgs Titelverteidigung. Selbst wenn der 18jährige außergewöhnliche Defensivtalent, der Franzose Dayot Upamecano, schon im Vater  nach Leipzig abkommandiert werden sollte. Was vorerst nur in Salzburg vermutet oder befürchtet wird. Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl meinte erst letzten Samstag, als er nach dem 2:1 gegen Schalke von Deutschlands Rekordmeister Lothar Matthäus, auf einen möglichen Millionenkauf im Jänner für die Defensive angesprochen wurde, nur klipp und klar: „Wenn die Verletzten zurückkommen, hätte ich dann ja fast  zu viele Spieler.“

Sturms Sportdirektor Günter Kreissl hat noch einen heißen Dezember vor sich: Die Vertragsgespräche mit Trainer Franco Foda, der im Oktober durch einen Flirt mit Ingolstadt doch auch für etwas Befremden an der Mur sorgte, obwohl das keiner aussprach.  Foda würde gerne Ende Dezember wissen, ob sein Vertrag verlängert wird, meinte, es sei kein Geheimnis, wie gerne er in Graz arbeitet. Stimmt-aber die deutsche Bundesliga hat für jeden Trainer einen höheren Stellenwert. Das kann man keinem übel nehmen. Daher  ist die  Vertragsverlängerung mit einer Ausstiegsklausel um eine  festgelegte Ablöse die wahrscheinlichste Variante. So etwas soll es, wie man hört, auch in dem im Herbst verlängerten Vertrag von Austrias Trainer Thorsten Fink geben.

Rapid  wird dank des neuen Allianz-Stadions für ein Zuschauerplus in der Liga sorgen. Und lieferte  andre bemerkenswerte Premieren: Durch das wirtschaftliche Rekordergebnis für die Saison 2015/16. Damit verbunden heißt das: Raid kann auch erstmals Zinsen für seine 1500 Investoren bezahlen, die via Crowding-Plattform Conda drei Millionen Euro in zehn Wochen einzahlten. Für den Stadionneubau. Die Devise von Präsident Michael Krammer, lieber Zinsen an Fans und Mitglieder als an Bnken zu zahen, kommt erstmals zum Tragen. Insgesamt 120.000 Euro. Das durchschnittliche Investment betrug 1972 Euro, dafür gibt es 79 Euro Zinsen. Wer das Geld für fünf Jahre band, bekommt 3,5 %, bei sieben 4, bei neun 4,5. Viel mehr als jede Bank derzeit zahlt. Ein konkretes Beispiel: Wer 5000 Euro auf neun Jahre band, bekommt am Jahresende 225 Euro Extrazinsen ausbezahlt. Mit ihrem Lieblingsklub können die Fans  Geld verdienen. Speziell wenn auch die sportliche Erfolge gelingen. Wie in der letzten Saison von Zoran Barisic in der Europa League.

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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